Wo bleibt das Elterngeld?


Frischgebackene Familien in Langenhagen sitzen auf dem Trockenen.

 

Das Wort Eilantrag lässt ja vermuten, dass der Antrag schnell bearbeitet wird. Für die niedersächsische Stadt Langenhagen gilt das allerdings nicht. Hier warten frischgebackene Eltern trotz Eilantrag sehr lange aufs Elterngeld.

 

"Wir wissen noch überhaupt nichts"

 

Der kleine Linus ist Anika Silbermanns ganz großes Glück. Zum ersten Mal ist sie im Juli dieses Jahres Mutter geworden. Eigentlich dachte die 29-Jährige, dass sie sich nach der Geburt ausschließlich Gedanken über Windeln und die richtige Nahrung machen würde, doch ihre größte Sorge ist nun das fehlende Elterngeld, auf das sie schon seit dreieinhalb Monaten wartet: "Wir haben dann Mitte des Monats, also ungefähr zehn Tage nach Geburt, den Antrag abgegeben und warten bis jetzt noch auf überhaupt irgendeinen Bescheid oder irgendeine Information, ob unsere Sachen überhaupt vollständig sind. Wir wissen noch überhaupt nichts, weder mein Mann noch ich haben irgendwas gehört von der Elterngeldstelle."

 

Elterngeld kann zwischen 300 und 1800 Euro betragen

 

Das Elterngeld soll das fehlende Einkommen auffangen, wenn sich Eltern nach der Geburt entscheiden, ihre berufliche Arbeit für die Kinderbetreuung zu unterbrechen. Dabei orientiert sich der Betrag am Nettoeinkommen und kann zwischen 300 und 1800 Euro betragen. Geld, das viele Familien fest einplanen.

Und dass nicht nur Annika Silbermann jetzt fehlt. Auch andere Langenhagener warten seit Monaten.

 

Was in Langenhagen schief läuft und wie frischgebackene Mütter ohne die finanzielle Hilfe zurechtkommen, berichtet unsere Reporterin Catharina Tomm.

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