Winternot- Programme starten: Hilfe für Obdachlose im Norden

 

Derzeit leben rund 2.000 Obdachlose allein auf Hamburgs Straßen. Mit den kälteren Temperaturen werden die ohnehin schon schwierigen Bedingungen auf der Straße noch härter. Um Schutz vor den eisigen Nächten zu bieten, ist heute in Hamburg das Winternotprogramm gestartet. So können Wohnungslose rund 800 Schlafplätze und vielfältige Beratungsangebote in Anspruch nehmen.

 

Hier gibt es Schlafplätze und Essen

 

In den Stadtteilen Hammerbrock und Lokstedt stehen zwischen 17:00 und 9:30 Uhr zwei große Sammelunterkünfte bereit, die von ehrenamtlichen Helfern betreut werden. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten sind in kleineren Einrichtungen im gesamten Stadtgebiet verteilt. Dabei stehen verschließbare Schränke, Kleiderkammern sowie Essens- und Waschmöglichkeiten zur Verfügung. Die Stadt Hamburg stellt für das Projekt viereinhalb Millionen Euro pro Jahr bereit. Wenn Sie zum Beispiel Kleidung oder Schlafsäcke für die wohnungslosen Menschen spenden möchten, dann können Sie sich an den Verein Hanseatic Help wenden.

 

Weitere Hilfsaktionen im Norden

 

Auch weiter Städte bieten vergleichbare Angebote. Der Verein für Innere Mission in Bremen bittet mit der Hilfsaktion „Das lässt uns nicht kalt“ um Sach- und Geldspenden. Auch die Diakonie Schleswig-Holstein startet jährlich im November mit einem Winternotprogramm. Die Johanniter in Hannover fahren zur kalten Jahreszeit mit einem Kältebus durch Hannover und verteilen heiße Suppen, Getränke, Schlafsäcke und Winterbekleidung. Weitere Winternotprogramme im Norden sollen demnächst starten.

 

Melissa Körner

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