Wie funktionieren Fernreisen mit dem Flieger in Corona-Zeiten?

 

Die Sommerferien rücken näher und damit wächst bei vielen Menschen das Bedürfnis nach Urlaub. Wegen des Coronavirus besteht allerdings gleichzeitig die Angst vor einer Flugreise. Ist so eine Reise überhaupt sicher? Unser Reporter hat auf dem Flughafen Hannover den Test gemacht.

 

Ob Mindestabstand und Hygienemaßnahmen tatsächlich funktionieren, zeigen wir im Video.

 

Maskenpflicht und Abstandsmarkierungen

 

Der Flughafen Hannover fertigt normalerweise rund 6 Millionen Passagiere pro Jahr ab. Durch die geschlossenen Ländergrenzen ist davon aktuell allerdings nicht viel zu sehen. Das soll sich bald ändern: Ab dem 15. Juni will die Bundesregierung ihre Reisewarnung für 31 europäische Staaten aufheben, wenn die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt. Um die Fluggäste zu schützen, hat der Flughafen Hannover Vorkehrungen getroffen.

Im gesamten Gebäude gilt: 1,5 Meter Abstand halten und Maske tragen. Am Check-In weisen Markierungen auf dem Boden auf den nötigen Sicherheitsabstand hin, in der Wartehalle darf nur jeder zweite Sitz besetzt sein. Dazu gibt es regelmäßige Durchsagen und Schilder, die die Reisenden auf die Hygieneregeln hinweisen.

 

Der Test: So verbreitet sich das Virus in einer Flugzeugkabine

 

Schwieriger ist die Situation im Flugzeug, wo viele Menschen stundenlang auf engem Raum sitzen. Doch auch hier müssen Reisende sich offenbar keine allzu großen Sorgen machen. "Die Klimaanlage ist mit extrem starken Filtern ausgestattet, die über 99,9% aller Bakterien und Viren aus der Atemluft herausfiltern können“, erklärt Oliver Lackmann, Chef der TUI Fly. In unter zwei Minuten wird die Luft in der gesamten Kabine somit ausgetauscht.

Das haben auch unsere RTL-Reporter in einem aufwendigen Test überprüft. Dafür wurde die Flugzeugkabine abgedunkelt, Scheinwerfer aufgestellt und einer der Mitreisenden mit einer E-Zigarette ausgestattet. Der Qualm symbolisierte das normale Ausatmen und sollte zeigen, welchen Weg der Atem im Flugzeug nimmt. Auch hier war deutlich zu sehen: Wenn die Testperson die Luftdüse über seinem Platz voll aufdreht, wird der Atem sofort in die Filteranlage gezogen, die die Luft im Flugzeug ständig reinigt. Die Masken schützen die Sitznachbarn zusätzlich vor einer Tröpfcheninfektion und die wird in von allen Airlines zumindest empfohlen, häufig ist sie sogar Pflicht.

 

Pia Lindenberg / Luisa Ziegler

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