Opfer von Hass-Kommentaren

 

Wie die Hamburgerin Stefanie von Berg zum Hate Speech-Opfer wurde

 

Würden Sie einfach so zu einem Fremden gehen und ihn beschimpfen, beleidigen oder attackieren, weil Ihnen gerade etwas einfach nicht passt? In der realen Welt würden das wohl die wenigsten Menschen tun, aber in der virtuellen Welt sieht das anders aus. Vor allem in den sozialen Netzwerken sind Mobbing und Pöbeleien allgegenwärtig. 

 

Deshalb hat am Donnerstag die Medienanstalt Hamburg/ Schleswig-Holstein (MA HSH) zur Veranstaltung „Justiz, Gesellschaft oder Facebook - Wer kommt gegen Hate Speech an?“ eingeladen, um gemeinsam über das Problem „Hate Speech“ zu diskutieren und Lösungen zu finden.

Thomas Fuchs, der Direktor der MA HSH, ging zu Beginn auf den gesellschaftlichen Aspekt von Hate Speech ein: „Hasskommentare und Hetze in Sozialen Netzwerken sind Vorboten eines gesamtgesellschaftlichen Verrohungsprozesses. Die Grenzen dessen, was in der öffentlichen Auseinandersetzung als zulässig gilt, werden verschoben. Und zwar in einem Maße, das nicht nur dem Wertekanon des Grundgesetzes widerspricht, sondern häufig auch die Grenzen des strafrechtlich Relevanten überschreitet.”

In solchen Fällen sei die Justiz gefordert, betonte Fuchs. Die Möglichkeiten des Strafrechts müssten konsequent genutzt und Hasskommentar-Urheber verfolgt werden. Gegebenenfalls müsse auch Strafanzeige gegen Anbieter einzelner Seiten gestellt werden.

 

Die Hamburgerin Stefanie von Berg ist in ihrer Funktion als Grünen-Abgeordnete Opfer von Hate Speech geworden. Was sie seit vergangenen Jahres erleben muss und wie man gegen Hass-Kommentare vorzugehen sollte, zeigt Reportern Lotta Polter. Sie hat mit Stefanie von Berg gesprochen und war bei der Veranstaltung der MA HSH dabei. 

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