Weniger Hitze, weniger Gefahr? Das ist dran an der "Kalten Pyrotechnik"

 

Die Idee eines dänischen Erfinders ist genial: Er hat Pyro-Fackeln entwickelt, die mit deutlich weniger Hitze als normale Produkte abbrennen. So soll die neue Technik vielleicht zu einer Legalisierung von Bengalos und Co. führen. Werder Bremen hat jetzt die kalte Alternative testen lassen.

 

Im Video sehen Sie, wie sich eine Pyro-Fackel der neuen Generation im Test verhält.

 

So funktioniert Pyrotechnik

 

„Normale“ Pyrotechnik sorgt brennendes Magnesium für das intensive Licht. Dabei gilt grundsätzlich: Je heißer, desto heller. Daher kann so eine Fackel etwa 2000 Grad heiß werden. Metallsalze sorgen dann für unterschiedliche Farben.

 

…und das ist die „Kalte Pyro“

 

Anders bei der „Kalten Pyro“: Hier sorgen kleine Pyro-Fontänen für den hellen Schein. Die Technologie kennt man von sogenannten Traumsternen, wie sie beispielsweise auf Torten stecken. Eine Art Sprengstoff brennt in der Fackel, allerdings in einer sehr niedrigen Dosis. Insgesamt soll so die Fackel nicht viel heißer als eine Kerzenflamme werden.

 

Legalisierung von Bengalo und Co.?

 

In der Theorie ist also die kältere Fackel weniger gefährlich. Und damit wäre die Technologie wohl eine kleine Revolution in der Thematik um Bengalos im Fußballstadion. Denn bisher ist bei uns das Abbrennen von Pyrotechnik verboten – auch wenn es Menschen immer wieder gelingt, Fackeln, Böller und Co. Ins Stadion zu bringen.

 

Testergebnis? Mangelhaft!

 

Doch im Praxistest in Bremen zeigt sich: Noch sind die Fackeln zu gefährlich. Zu heiß, schwer zu löschen, dazu toxische Gase. Gelingt es den Machern aber, diese Probleme abzustellen, könnten sich Fans der Pyrotechnik vielleicht irgendwann über eine Erlaubnis für Fackeln, Bengalos und Co. Freuen.

 

Daniel Kandora

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