Weniger Hartgeld: Auf der Insel Wangerooge gibt es bald keine Kupfermünzen mehr

 

Auf der beliebten Ferieninsel Wangeroge müssen die Händler und Touristen künftig ohne Kleingeld auskommen. Denn die Volksbank Jever will die Geschäfte auf der Insel nicht mehr mit 1-,2- oder 5-Cent Münzen beliefern. Der Transport der Münzrollen per Flugzeug sei teurer als der eigentliche Geldwert und würde sich daher nicht lohnen. Doch dieser Schritt stößt auf Kritik.

 

Was die Insulaner zu der Kleingeld-Ebbe sagen, sehen Sie im Video.

 

Münzen verlieren nicht ihre Gültigkeit

 

Die Bundesbank bestätigt, dass die Münzen trotzdem auf der Insel ihre Gültigkeit haben. Kleingeld könne nicht einfach abgeschafft werden. In Deutschland gilt, dass Geschäfte selbst entscheiden können, welche Zahlweise sie bevorzugen und wie sie ihre Kaufverträge mit ihren Kunden schließen wollen. Tankstellen zum Beispiel nehmen seit Jahren schon aus Sicherheitsgründen keine großen Scheine an.

 

Für Bäcker ein Verlustgeschäft

 

Denn die Geschäftsleute sind angehalten ihre Beträge zu runden. „Ich kann ja nicht auf einmal die Brötchen fünf Cent teurer machen. Und bei fünf Cent weniger schneide ich mir ins eigene Fleisch,“ sagt Inselbäcker Max Kruse. Er verkauft seine Brötchen in Fünf-Cent-Schritten.  Andere Geschäftsleute überlegen bereits eigenständig aufs Festland zu fahren und sich das nötige Kleingeld zu besorgen, so Kruse, für ihn würden die täglichen Einnahmen aber bisher reichen um genügend Wechselgeld ausgeben zu können.

 

Bargeldloses Zahlen eine Möglichkeit?

 

Eine Idee, die auch die Banken begrüßen würden. Allerdings ergab eine Studie der Bundesbank von 2017 das die die deutschen an ihrem Bargeld hängen. Denn drei Viertel aller Transkationen, meist kleinere Beträge, werden bar bezahlt. Auch ein Versuch in niederrheinischen Kleve, die Kleingeldnutzung zurückzudrängen sei schiefgegangen. Es habe in den Läden zu lange gedauert den Kunden das Rundungsverfahren zu erläutern.

 

Jan Bockemüller

 

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