Wegen Corona: Weil erwartet monatelangen Krisenmodus

 

Der Termin ist Routine, doch der Inhalt alles andere: In Berlin treffen sich die Regierungschefs der Länder zur turnusmäßigen Ministerpräsidentenkonferenz. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel nimmt daran teil. Das wohl alles beherrschende Thema ist das neuartige Corona-Virus. Das erklärte Ziel: Die Ausbreitung soweit wie nur irgendwie möglich eindämmen.

  

Krisenstab in Hannover

 

Im Vorfeld des Treffens zeigte Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil wenig Hoffnung auf ein schnelles Ende der Epidemie. „Nach meiner Einschätzung werden mindestens die nächsten Monate in Niedersachsen und in ganz Deutschland von dem Coronathema bestimmt sein. Das Coronavirus wird uns längere Zeit in den Krisenmodus bringen und unser Leben beeinflussen“, sagte Weil der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. Zur besseren Koordinierung der bevorstehenden Herausforderungen werden das Sozial- und Innenministerium in Hannover einen Krisenstab bilden.

  

Nachtragshaushalt in Planung

 

Um die Krise zu bewältigen, will die niedersächsische Landesregierung mehr Geld freimachen. So soll die Anschaffung von Ausrüstung von Kliniken erleichtert werden – etwa Beatmungsgeräte, Schutzkleidung sowie Geräte für Intensivbetten. Dazu soll zur nächsten Versammlung des Landtages ein Nachtragshaushalt auf den Weg gebracht werden. Weil sieht Niedersachsen dadurch nicht in einer Schieflage: „Wir sind auch finanziell handlungsfähig.“

  

Bovenschulte gegen Geisterspiel

 

Bremen erwartet unterdessen das erste sogenannte „Geisterspiel“ im Weserstadion. Wie alle Partien des nächstens Bundesligaspieltages werden auch bei der Begegnung zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen keine Zuschauer zugelassen sein. Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte hatte die Deutsche Fußball Liga per Brief dazu aufgefordert, den gesamten Spieltag abzusagen. Damit stieß er jedoch nicht auf Gehör: DFL-Chef Christian Seifert erteilte Bovenschultes Bitte eine klare Absage. Eine Spielpause der Bundesliga sei trotz des Corona-Virus illusorisch.

 


Quelle: dpa

Patrick Testa-Kreitz

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