Wegen Corona gestrandet: Dieser Hotel-Gast darf nicht zurück in seine Heimat

 

Pratap Pillai kann aufgrund der Corona-Krise aktuell nicht in sein Heimatland Indien zurückkehren. Stattdessen lebt er in einem Hamburger Hotel – dort ist er der fast einzige Gast.

 

Der Geschäftsmann mit seinen außergewöhnlichen Eigenarten ist den Hotelmitarbeitern schon sehr an Herz gewachsen. Was sie für ihn alles berücksichtigen, dazu mehr im Video.

 

Keine Rückreise möglich

 

In dem Hotel am Hamburger Hauptbahnhof hat Pratap Pillai vor mehr als 50 Tagen eingecheckt. Eigentlich wollte der indische Schifffahrtsingenieur gar nicht so lange bleiben. Doch Corona machte seiner Heimreise einen Strich durch die Reise-Rechnung. Denn sowohl in seiner Heimat Indien, als auch in seinem Arbeitgeberland Singapur herrscht ein strenger Einreisestopp. Nicht einmal für Staatsbürger gibt es eine Ausnahme. Auch das indische Generalkonsulat in Hamburg kann ihm gerade nicht helfen – 26 Einreisegenehmigungen sind abgelehnt worden. Selbst der Hotelchef hat versucht, für Pratap Pillai Kontakte spielen zu lassen – bislang ohne Erfolg.

 

Der einsame Gast

 

Pratap Pillai ist also in seinem Hotelzimmer gestrandet. Und hat damit das Gebäude fast für sich alleine. Nur zehn der 275 Zimmer sind aktuell belegt. Für den 45-Jährigen ist diese Situation natürlich schwierig. Vor allem, weil er nicht weiß, wann er seine Frau und den gemeinsamen Sohn wiedersehen kann. Damit sein Heimweh wenigstens ein bisschen gelindert wird, geben sich die Angestellten im Hotel besonders Mühe, Pratap Pillais Sonderwünsche zu erfüllen.

 

Christo Tatje / Lisa Siewert

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