"Endlich kann ich meinen Traumjob ausüben - und dann noch hier!"


Morgens um 6 Uhr, wenn die Bewohner selbst noch schlummern, beginnt für Josie Schäfer und Marvin Behrens der Arbeitsalltag. Drei Stunden haben die Auszubildende und der Gärtner Zeit, danach muss alles schick sein. "Bis die Besucher um 9 Uhr kommen, müssen wir unseren Plan abgearbeitet haben." Behrens und sein Team verwandeln den Zoo täglich in das, was er ist: Eine kreative, grüne Oase in sieben unterschiedlichen Themenbereichen.

Josie Schäfer hat sich mit ihrer Ausbildung zur Gärtnerin einen Kindheitstraum erfüllt, musste vorher viele Absagen hinnehmen. Grund war meistens ihre Körpergröße von 1,50 Metern. "Die wissen, dass das harte Arbeit ist. Man muss Steine plastern und so weiter, da wollen die meisten lieber keine Frau haben."

Beim Zoo Hannover hatte sie Glück - und dazu noch einen besonderen Arbeitsort erwischt, der so seine Herausforderungen hat. "Am Anfang habe ich beim Fegen schon immer auf die Tierluke geguckt und mich gefragt, ob da jetzt was reinkommt", erinnert sich die Auszubildende. Mittlerweile ist sie routiniert: Die Gärtner verriegeln ihre Anlage mit ihrem persönlichen Sicherheitsschloss und vergewissern sich nach dem Rundgang der Tierpfleger stets selbst noch einmal, ob nicht doch noch irgendwo ein Tier in der Ecke sitzt.

Schon mit Hauptschulabschluss ist eine Gärtnerausbildung möglich, die Ausbildung dauert 3 Jahre - und Josie verdient im dritten Ausbildungsjahr rund 949 Euro. Was für Arbeiten in einem Zoo für Gärtner neben Heckeschneiden und Rasenmähen so anfallen, weiß Reporterin Nadja Kott, sie hat die beiden früh morgens begleitet.

>> Lust auf mehr? Hier sind die beiden ersten Teile der Wochenserie: 

+ Tierfreunde: Unterwegs mit Revierjägern des Fürstlichen Forstamtes Bückeburg

+ Grüne Berufe: Einblicke in das Institut für Bienenkunde in Celle

Wochenserie: Gärtner im Zoo Hannover
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