China weist David aus Osnabrück wegen kritischer Hausarbeit aus


Wie kritisch das Thema Menschenrechte in China ist, das hat David Missal aus Osnabrück kürzlich zu spüren bekommen! Der 24-Jährige hat Journalistik in Peking studiert und eigentlich nur das gemacht, was das Studium verlangt: nämlich eine Semesterarbeit! Doch das hat die Behörden vor Ort so erzürnt, dass er ausreisen musste und nicht mehr in das Land einreisen darf.

Es waren Recherchen über Menschenrechtsanwälte, die David Missal zum Verhängnis wurden. Angefangen mit der Festnahme durch chinesische Polizisten. Zuvor hatte der Student seinen Protagonisten vor einem Gefängnis gefilmt. Zwar darf er nach wenigen Stunden wieder gehen, doch seine Aufenthaltserlaubnis sei verkürzt und ein neues Visum für das nächste Semester verweigert worden. Das aprupte Ende muss er nun hinnehmen. "China ist kein Rechtsstaat, wenn die chinesische Regierung und die Behörden sagen, das geht nicht, dann ist das so", fasst David zusammen. Es gäbe auch gar keine Möglichkeit, irgendwie Einspruch einzulegen.

Seine Reportage über den Anwalt Lin hat er dennoch fertiggestellt - und auf seinem Blog veröffentlicht. "Diese Menschen, mit denen ich mich getroffen habe, sind wahnsinnig spannend und mutig, dass die jeden Tag rausgehen und versuchen, China ein Stück weit besser zu machen."

Unsere Reporterin Mareike Baumert hat David Missal in Osnabrück getroffen.

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