Warten auf Lockerungen: Circus Belly steckt in Bremen fest

 

Ihr Leben ist das von Rastlosen, denn der Circus Belly tourt eigentlich durch ganz Deutschland. Doch im Februar strandet der Zirkus von Klaus Köhler wegen der Corona-Pandemie in Bremen und bewegt sich seitdem nicht weiter.

 

Warum der Zirkuschef, trotz finanziellem Engpass, optimistisch bleibt, sehen Sie im Video.

 

Stillstand in Oberneuland

 

25 Zirkusmitglieder und 60 Tiere sind nun für die Übergangszeit auf einer Festwiese in Bremen-Oberneuland zuhause. Weil der Zirkus keine Einnahmen mehr durch Eintrittsgelder hat, aber trotzdem für Wasser, Strom und natürlich Tierfutter zahlen muss, wird die Kasse immer leerer. Großzügige Landwirte aus der Umgebung haben sogar schon Heu gespendet, aber der Zirkus ist trotzdem auf noch mehr Unterstützung angewiesen. Auf Facebook ruft er seine Follower zum Spenden auf.

 

Menschenaffe Robby ist Risikopatient

 

Die meisten Sorgen macht sich Zirkuschef Klaus Köhler um seine Tiere: Die Kamele, Lamas, Pferde und Schimpanse Robby. Der Menschenaffe, um den Klaus Köhler lange gekämpft hat, ist schon 48 Jahre alt und könnte sich mit dem Coronavirus infizieren. Was die menschlichen Zirkusmitglieder angeht, hat Klaus Köhler aber keine Bedenken. Er ist sich sicher, dass die Familie diese Krise gemeinsam durchsteht. 

 

Ein bisschen Routine bleibt

 

Natürlich kann der Zirkus jetzt nicht einfach nichts tun. Die Tiere wollen beschäftigt werden und auch die Artisten trainieren weiter, wie Klaus Köhlers Enkelin Fabiana: „Ich fange erst meine Schule an, die mache ich zwei bis drei Stunden und dann gehe ich sofort trainieren. Das mach ich so zirka zwei Stunden.“ Und dann später am Tag sogar nochmal zwei Stunden. Nebenbei hübschen die Zirkusleute noch ihren Kassenwagen auf. Damit, wenn alles überstanden ist, sich der Zirkus seinen Besuchern wieder von der besten Seite zeigt.

 

Jule Blaase/Mareike Baumert

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