Wacken: Was steckt hinter der Faszination Heavy Metal?

 

Metal-Musik ist schon lange nicht mehr nur etwas für ganz harte Jungs, sagt „Sing meinen Song“- Star und Metal-Sängerin Jennifer Haben.

Warum sie findet, dass Metalheads sogar die liebsten Menschen der Welt sind, erzählt sie im Video.
 

Metal als Lebenseinstellung

 

Für Jennifer Haben als Frontfrau der Metalband Beyond the Black ist klar: Metal sehe vielleicht manchmal gefährlich aus, sei aber eigentlich eine ganz harmlose Musikrichtung. Und Metal sei so vielseitig, wie kaum ein anderes Genre. Heute gibt es bis zu 100 verschiedene Metalformen. Die Sängerin schätzt vor allem, dass sie deswegen bei Metal-Musik jede Emotion ausdrücken kann: Von ganz intimen ruhigen, emotionalen Momenten bis hin zu rockigen und wilden Songs.


„Metal vergleichbar mit Karneval“

 

Der Musikwissenschaftler Dr. Kai Lothwesen sieht in diesem Genre sogar eine  komplexere Songform, die eben nicht nur Strophe, Refrain und Überleitung aneinanderreiht. „An Metal kann faszinieren, dass es ein Freiraum ist, in den man Sachen tun kann, die im Alltagsleben eigentlich keinen Platz haben. Und in dem Sinne ist Metal vergleichbar mit Karneval“, erklärt der Experte. Metal sei ein exaktes Spiel auf Instrumenten und deswegen „hoch virtuos“. Entstanden ist Metal übrigens Ende der 60er Jahre und wurde dem Hard Rock zugeordnet. Später kamen Bands wie Motörhead und Metallica, die schneller spielten und bis heute noch zu den bekanntesten Bands in der Metal-Szene zählen.
 
Henrike Rosenwinkel / Julia Freistedt 
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