Vorsicht vor Tief Kirsten: Starke Sturmböen im Norden

 

Das Sturmtief Kirsten fegt heute mit extremen Windböen über den Norden hinweg. Die Sturmböen sollen heute bis zu 85 km/h erreichen, vereinzelt sogar 95 km/h. Niedersachsen ist besonders stark betroffen, aber auch im restlichen Norden ist Vorsicht angesagt. 

 

Die Lage ist angespannt

 

Der Deutsche Wetterdienst und die Unwetterzentrale warnen vor starken Sturmböen in Nordwestdeutschland. In Schleswig-Holstein und Hamburg sowie in Niedersachsen und Bremen herrscht heute starker Wind und Regen. An der Nordsee erreichen die Sturmböen heute bis zu 95 km/h. Und auch im Binnenland ist es ähnlich. In großen Teilen der Bundesländer herrscht heute Warnstufe Orange mit Böen von 75 bis 95 km/h.

Vor allem in Ostfriesland und an der Nordseeküste hat es am Morgen bereits heftig geweht. "Es ist angespannt", sagt ein Sprecher der regionalen Rettungsleitstelle Ostfriesland in Wittmund. Es sei zwar sehr windig, aber bisher habe es nur wenige umgestürzte Bäume gegeben. 

 

 

Feuerwehr warnt vor fliegenden Gegenständen

 

Schäden und drohende Gefahren bei Herbststürmen sind keine Seltenheit. Auch die Feuerwehr gibt Tipps zum richtigen Verhalten während des Sturms. Lose Gegenstände wie Bauzäune, Zelte oder Pavillons sollten gesichert oder abgebaut werden. Auch Gartenmöbel und Mülltonnen werden oft unterschätzt. Sie machten sich bei Sturm gerne selbstständig und könnten zur Gefahr werden, warnte der Kreisfeuerwehrverband Aurich. Aus diesem Grund blieben auch mehrere Parks und Freiflächen in Hannover geschlossen, damit beispielsweise herunterfallende Äste die Besucher nicht verletzen - so zum Beispiel die Herrenhäuser Gärten und der Zoo. Auch ein Baugerüst wird in der Landeshauptstadt von einem Gebäudedach gerissen, Teile landen auf dem Gehweg. Verletzt wird zum Glück niemand.

 

Nordsee-Besucher nehmen den Sturm mit Humor

 

Die einen legen sich gegen den Wind, die anderen gehen einfach Kitesurfen. Die Norddeutschen lassen sich von dem "Schietwetter" nicht unterkriegen. Urlauber und Anwohner kennen die Marotten der Küste einfach zu gut. "Nordsee halt, heute so, morgen so", meint eine Spaziergängerin. "Nass, feucht, windig...alles was dazugehört an der Nordsee", ergänzt ihr Begleiter schmunzelnd. 

 

Das Wetter bleibt ungemütlich

 

In der Nacht zu Donnerstag nimmt der Sturm ab und auch tagsüber soll es eher ruhig bleiben. Am Freitag geht es dann aber mit starkem Regen weiter. Vereinzelt gibt es auch Gewitter. Auch am Wochenende ist keine Besserung in Sicht.

 

Lena Kluß

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