Vorsicht beim Natur-Baden: Wie das Schwimmen zum sichereren Spaß wird

 

Der Sommer ist da und die Hitze zieht Badelustige fast magisch ans und ins Wasser. Besonders der Norden bietet dabei eine Vielzahl von schönen Natur-Badestellen. Doch häufig ist der Sprung ins Wasser spontan und unbedacht - was sogar tödlich enden kann. Die Zahl der Badetoten ist im letzten Jahr zurückgegangen, dennoch kommt es wieder zu Badeunfällen. 2019 sind in Hamburg und Schleswig-Holstein 33 Menschen ertrunken, in Niedersachsen und Bremen 53 Menschen. Wir haben für Sie zusammengefasst, wie Sie sicher baden können.

 

1.Baden Sie nur in bewachten Gewässern


Gehen Sie nur ins Wasser, wenn das Badegewässer von einem Rettungsschwimmer bewacht wird. Besonders Flüssen, Seen oder Kanäle sind häufig „unbewacht“, was Baden dort besonders gefährlich macht. Die Hamburger Feuerwehr appelliert zum Beispiel, auf das Schwimmen in der Elbe zu verzichten. Nicht nur der Schiffsverkehr kann schnell zur Gefahr werden, auch Strömungen können Badende schnell mitreißen. „Es sind tatsächlich wohl 2 Meter die Sekunde, das ist schon eine sehr hohe Strömungsgeschwindigkeit“, warnt Alexander Eckhoff von Hamburger Feuerwehr. Ob eine Bade-Zone bewacht ist, erkennen Sie übrigens an einer rot-gelben Beflaggung.

 

2.Ist die Flagge rot - nicht ins Wasser


Norddeutsche Küsten werden dagegen häufig bewacht. Aber auch hier werden Strömungen oft unterschätzt. Orientieren Sie sich deshalb an die Empfehlungen der DLRG. „Die Ostsee ist oft ganz ruhig und wirkt sicher. Das ändert sich aber schlagartig, wenn wir andere Windverhältnisse haben und dann entstehen zum Teil gefährliche Strömungen“, erklärt Andre Rosinski von der Tourismus-Agentur Lübecker Bucht. Sobald die rote Flagge gehisst wird, sollten Sie das Gewässer schleunigst verlassen. Gelb bedeutet, dass gefährliche Bedingungen herrschen - In dem Fall sollten Kinder, ältere Personen oder ungeübte Schwimmer das Badegewässer nicht betreten.

 

3. Kinder im Blick behalten


Besonders Schwimmanfänger sollten nicht unbeaufsichtigt ins Wasser gehen. Lassen Sie Kinder am Wasser niemals aus den Augen und bevor sie nicht sicher schwimmen können, auch nicht alleine ins Wasser.

 

4.Flamingos, Donuts, Einhörner


Luftmatratzen sind ein beliebtes Goodie, wenn es um das Badevergnügen geht. Aber Vorsicht, die Luftmatratzen können leicht davon treiben. Gehen Sie mit den Spielzeugen nicht zu weit weg vom Ufer.

 

5.Nur gesund ins Wasser


Achten Sie darauf, dass Sie wirklich fit sind, wenn Sie Baden gehen. Bei besonders kaltem Wasser kann es schnell zu Herz-Kreis-Lauf-Problemen kommen. Außerdem sollten Sie niemals alkoholisiert schwimmen.

 

6.Vorsicht bei Gewitter


Verlassen Sie schleunigst das Wasser, wenn ein Gewitter aufzieht. Schlägt ein Blitz in das Wasser ein, kann es zu tödlichen Stromschlägen können.

 

7.Nicht gegen den Strom schwimmen


Sollten Sie selbst in eine brenzlige Lage geraten, rät die DLRG Folgendes: „Nicht gegen die Strömung ankämpfen, dass man entkräftet ist und nachher gar nicht mehr kann. Und dann am besten mit der Strömung dann rausschwimmen und raustreiben lassen, um seitlich wegzukommen.“ Falls Sie einen Menschen sehen, der Hilfe braucht, ist schnelles Handeln erforderlich. Rufen Sie am besten die DLRG oder den Notruf an, bevor sie sich selbst in zu große Gefahr bringen.

 

Nicole Ide/ Malena Menezes 

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