Vormittags Bürostuhl, nachmittags Hochsitz: Freizeit-Jägerin auf Pirsch

 

Im Alltag ist Inga Maushake-Chelius PR-Managerin - in ihrer Freizeit ist sie Jägerin. Die 53-Jährige nutzt das Jagen, um der Hektik im Job und Haushalt zu entfliehen. Das Jagen ist für sie Entspannung.

Wie es für sie ist, auf die Pirsch zu gehen, sehen Sie im Video.

  

Jägerinnen sind keine Seltenheit

 

Die Zahl der Jagdscheininhaber steigt kontinuierlich an und mit ihnen auch die der Jägerinnen in Niedersachsen. Laut des Deutschen Jagdverbunds sind 24 Prozent der Jungjäger Frauen. In Kursen ist jede vierte Teilnehmerin weiblich. Inga Maushake-Chelius hat das Engagement der Jägerinnen erkannt. Sie ist Mitbegründerin des Jägerinnenforums der Landesjägerschaft Niedersachsen. Im Sommer 2018 war das Netzwerk erstmals auf der Messe „Pferd und Jagd“ vertreten. Heute tauschen sich bereits 350 Frauen auf der Plattform aus - Tendenz steigend. Sie dient zum jagdlichen Informations- und Erfahrungsaustausch.

  

„Es mag Probleme geben. Ich hab’s nie erlebt.“

 

Der Großteil der Deutschen denkt beim Thema Jagd vermutlich an Männer. Für die 53-jährige PR-Managerin ist die Jagd nicht geschlechtsbezogen. „Männer stehen jetzt gerne hinter dem Herd und kochen und machen Kochkurse und Frauen erobern sozusagen das Gebiet Jagd“, sagt Inga. Die Entwicklung sei für sie ganz normal und gehöre zur Gleichberechtigung dazu. Vorurteile von ihren Jagdkollegen habe sie nicht erlebt: „Es war immer ein gutes ausgeglichenes Miteinander. Ich kann das nicht bejahen, dass es da irgendwie Probleme gibt oder man sich behaupten müsste.“

  

Vorm Abschuss gibt es strenge Regeln

 

Jäger und Jägerinnen müssen klare Vorgaben und Gesetze einhalten. So sind nur bestimmte Wildtiere zum Abschuss freigegeben. Auch gesetzliche Jagdzeiten sind einzuhalten. Inga Maushake-Chelius ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Immerhin ziele sie mit ihrer Waffe auf ein Lebewesen. Bevor sie schießen kann, braucht sie eine freie Schussbahn. Denn bei der Jagd darf sie keine anderen Personen gefährden. Außerdem muss sie für das Tier eine gewisse Trefferwahrscheinlichkeit gewährleisten, damit das Tier „sauber“ geschossen werden kann – und nicht unnötig leidet.

  


Jana Lübker / Lena Kluß

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