Voodoo-Ausstellung in Hildesheim: Was ist an dem Zauber dran?

 

Ob gruselige Rituale, Nadelpuppen oder dunkle Flüche - Voodoo hat für viele ein angsteinflößendes Image. Völlig zu Unrecht – Das will eine Ausstellung im Roemer- und Pelizaeus-Museum jetzt zeigen.    
 
Warum dort unter anderem Zigaretten und Fanta als Opfergaben niedergelegt werden, sehen Sie im Video.
 
 

Friedliche Religion statt böser Zauber

 
"Vodoo bezeichnet eine Gruppe von Religionen, die in Afrika und Amerika verbreitet sind. Diese Religionen sind dadurch charakterisiert, dass die Verehrung von Geistwesen im Mittelpunkt steht. Man glaubt, dass spirituelle Kräfte alles und jeden in der Welt beeinflussen." Das sagt Oliver Gauert - und der muss es wissen. Der Kurator ist Chef der Ausstellung „Voodoo“ im Roemer- und Pelizaeus-Museum.
  

                                                                                                         
Horror aus Hollywood

 
Viele verbinden mit Voodoo Nadelpuppen, Zombies und bösen Zauber. Vor allem Filmregisseure in Hollywood haben mit Horrorfilmen über Voodoo für dieses gruselige Image gesorgt. „Die Realität ist, dass es eine absolut friedfertige Religion ist, die Trost und Hoffnung spendet“, sagt stattdessen Kurator Oliver Gauert. „In den Zeremonien wird um Heilung und um Gesundheit für die Kinder gebeten. Die Klischees sind einfach unwahr.“
 
 

1200 Objekte über Voodoo aus Afrika und Amerika


Voodoo-Tempel, Schutzfiguren, jahrhundertealte Masken - Die Ausstellung zeigt Exponate aus Afrika, wie Nigeria, Ghana und Benin. Sowie aus Amerika, wie Brasilien, Haiti und Louisiana. Wer einen Einblick in die vielfältigen Voodoo-Religionen bekommen möchte, hat dazu in Hildesheim Zeit bis zum 17.Mai.
 
 

Jana Lübker / Metin Turan
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