Vom Traum zum Albtraum: Trotz TÜV wurde dieser Transporter zur Lebensgefahr!

 

Manuela Grube aus Wildeshausen hat einen großen Traum: Endlich einen umgebauten Camping-Bus besitzen. Online findet sie ein scheinbares Schnäppchen: Ein Transporter für 4.300 Euro bei einem Autohändler in Köln. Die Konditorin geht auf Nummer sicher und verlangt für den Wagen einen neuen TÜV. Doch bei einer Nachuntersuchung wenige Tage nach dem Kauf in einer Delmenhorster Werkstatt kommt heraus: Der Wagen hat zahlreiche, lebensbedrohliche Mängel. Es hat den Anschein, als wenn der lizensierte TÜV-Prüfer gar nicht oder fahrlässig geprüft habe.

Wie es Manuela jetzt geht und wie gefährlich die Mängel sind, erfahren Sie im Video.

 

„Wir reden hier nicht von einem Scheibenwischer – es bestand Lebensgefahr“

 

So drastisch drückt es Manuelas Anwalt, der ehemalige Bachelor Jan Kralitschka aus. Er erhebt eine Anklage gegen das Land Nordrhein-Westfalen, das den TÜV Süd einbestellt. Für Manuela möchte er nicht nur das Geld für das Auto, sondern auch die Kosten für weitere Gutachten und die Anwaltskosten erkämpfen. Auch möchte er für seine Mandantin aufklären, wie der Wagen überhaupt TÜV bekommen konnte. Dazu hat er unter anderem ein Schadensgutachten eingeleitet, in dem steht:

 

„An der Bremsanalage, dem Antrieb, der Federung und der Karosserie sind derart schwerwiegende Mängel vorhanden, dass das Fahrzeug verkehrsunsicher ist. Nach Sachverständigen Kenntnislage hätte der TÜV nicht bestanden werden dürfen.“

 

Der TÜV Süd weist die Vorwürfe zurück – weder das Autohaus, noch der Prüfer wollten sich zu den Vorwürfen bislang äußern. Im Oktober beginnt das Verfahren in Düsseldorf. Für Manuela wurde der Traum vom eigenen Camper wirklich zum Albtraum.

 

Lisa Siewert

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