Vierfach-Mutter getötet: Lebenslage Haft für Ehemann

 

Lebenslang muss Marc H. ins Gefängnis, weil er die Mutter seiner Kinder erstach. Das Landgericht Hamburg hat den 50-Jährigen heute wegen Mordes verurteilt. Im Dezember soll Marc H. seine Frau im Streit getötet haben – Juliet H. erlitt 50 Schnitt- und Stichverletzungen im Gesicht, am Hals und am Oberkörper. Die beiden jüngsten Söhne des Opfers fanden ihre Mutter abends tot in der Wohnung.

Wie die Familie heute auf das Urteil gegen Marc H. reagiert hat, sehen Sie im Video.
 

„Du bist kein richtiger Mann“

 

Juliet H. lebte getrennt von ihrem Ehemann und Vater ihrer jüngsten zwei Söhne. Am Tattag kam Marc H. zu ihr in die Wohnung, um ein iPad abzuholen, das er zuvor seinem Sohn geliehen hatte. Es kam zum Streit: Die 42-Jährige soll ihrem Mann schließlich die Worte „Du bist kein richtiger Mann“ an den Kopf geworfen haben. Daraufhin soll er die Kontrolle verloren und Juliet H. mit einem Messer angegriffen haben. Laut Staatsanwaltschaft soll es bei dem Streit aber auch um den neuen Partner von Juliet H. gegangen sein. 50 Mal stach Marc H. auf seine Frau ein. Die beiden ältesten Kinder von Juliet H. kamen mittags aus der Schule und dachten, dass niemand zu Hause sei. Erst als die jüngsten Söhne, 11 und 7 Jahre alt, abends die Wohnung betraten, fanden sie Ihre Mutter. Tot im Nebenzimmer – ermordet vom eigenen Vater. Die Polizei nahm ihn noch am Abend in Hamburg fest.

 

Er hat schon vorher gedroht, sie umzubringen

 

Der Angeklagte soll seine Frau schon zuvor misshandelt, bedroht und gestalkt haben. Doch zunächst schwiegen die 42-Jährige Altenpflegerin und ihre Kinder, spielten geregelte Verhältnisse vor. Nicht einmal engste Familienmitglieder ahnten etwas. 2017 drohte Marc H. seiner Frau das erste Mal, sie umzubringen. Er misshandelte sie mit einem Elektroschocker, prügelte mehrfach auf sie ein. Juliet trennte sich, zeigte ihn an und floh schließlich mit ihren Kindern ins Frauenhaus. Juliet H. bekam das alleinige Sorgerecht für die Kinder. Doch es gab Streit wegen der Unterhaltszahlungen. So kam der damals 49-jährige wieder an ihre Adresse. 

 

Lorenz Bille / Patrick Testa-Kreitz

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