Viel Second Hand Ware dank Corona: Wir testen, welche Schnäppchen es jetzt gibt

 

Haben Sie die Corona-Isolation auch dafür genutzt, mal wieder kräftig auszumisten und zu entrümpeln? Da Flohmärkte noch nicht geöffnet sind, landen viele Kartons gerade im Sozialkaufhaus, zum Beispiel bei „Stilbruch“. Auch Gegenstände, die auf dem Recyclinghof abgegeben werden, aber noch im guten Zustand sind, kommen hier an.

Unsere Reporterin Elena Rosemeyer hat sich dort umgeschaut – und auf ihrer Schnäppchenjagd richtig viel Geld gespart! Wie – das sehen Sie im Video. 


Viel mehr Auswahl als sonst


Ob Möbel, Kleidung, Spielzeug oder Technik – was man in den Stilbruch-Läden an gleich drei Standorten in Hamburg entdecken kann, ist vor allem für Retro-Liebhaber ein Paradies und längst kein Geheimtipp mehr. In der Corona-Krise wurden plötzlich deutlich mehr Waren abgegeben, erzählt Betriebsleiter Roman Hottgenroth: „Im Mai explodierte die ganze Geschichte auf 50 Prozent mehr im Vergleich zu eigentlichen Anlieferungen." Zwei zusätzliche Lager musste Stilbruch deshalb mithilfe des Mutterkonzerns, der Hamburger Stadtreinigung, anmieten.


Schnäppchen nicht nur für Bedürftige


Im Sozialkaufhaus Stilbruch ist jeder willkommen – im Moment allerdings, wie überall, nur mit Mundschutz. Die Ware wird entweder von Privatpersonen abgegeben oder von Kollegen der Stadtreinigung von Recyclinghöfen gerettet, bevor sie auf dem Müll-Container landet. Alles wird nach der Abgabe geprüft und sortiert. Dabei erlebt Mitarbeiter Leif Jönsson häufig Überraschungen: „Das hat man eigentlich täglich, dass hier Teile stehen, wo man sich schwer vorstellen kann, dass Leute sich wirklich davon getrennt haben.“ So bekommen längst totgesagte Stücke hier noch einmal Leben eingehaucht.

Elena Rosemeyer/Malena Menezes

 

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