HSV bestätigt: Trainer Hannes Wolf verlässt den Verein

 

Den Aufstieg verspielt, nur 16 Punkte aus den letzten 16 Spielen geholt – es gab wenig Argumente, die noch für Hannes Wolf sprachen. Jetzt ist es offiziell: Trainer Hannes Wolf muss gehen. Das bestätigte Sportvorstand Ralf Becker heute auf einer Pressekonferenz: "Du musst vor allem analysieren, was muss nächstes mal besser sein, um dann so aufgestellt zu sein, um aufzusteigen."

 

Trainerstuhl ist Schleudersitz

 

Becker hält Wolf zwar für "eines der größten Trainertalente in Deutschland". Doch nun ist die Zeit für den aktuellen Coach abgelaufen. Sein Name reiht sich ein in eine beachtliche Liste des Scheiterns: 18 Übungsleiter haben sich in den vergangenen 19 Jahren am Hamburger SV versucht. Beständigkeit scheint ein Fremdwort an der Elbe zu sein.

 

Wer könnte folgen?

 

Ex-Trainer Bruno Labbadia wäre zur neuen Saison zwar frei, soll aber wohl schon dankend abgelehnt haben. Als Favorit gilt aktuell Dieter Hecking, der Borussia Mönchengladbach verlassen wird. Ob der gestandene Erstliga-Coach aber eine Liga tiefer arbeiten möchte, ist fraglich. Weitere Namen, die gehandelt werden: Markus Anfang (bis vor kurzem 1. FC Köln) und Peter Stöger (seit längerem ohne Anstellung). Aber vielleicht zaubern die Hamburger noch einen anderen Kandidaten aus dem Hut, der am Ende wohl kaum Hannes Wolf heißen dürfte. Doch sag niemals nie - wenn der HSV für eines gut ist, dann für Überraschungen.

 

Patrick Testa-Kreitz

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