Urteil gefallen: In diesem Bus saßen 38 Kinder und Jugendliche

 

Es ist einer der schwersten Unfälle in der Geschichte Ostholsteins. Ein vollbesetzter Reisebus kollidiert auf der L 58 bei Grömitz mit einem Rettungswagen, weil der Fahrer plötzlich in den Gegenverkehr steuert. In dem Bus befinden sich 38 Kinder und Jugendliche und 11 Betreuer. Sie waren auf dem Weg von den Karl-May-Spielen zurück in ihr Ferienlager. Ein lustiger Ausflug, der abrupt endet, denn Jonas K., einer der Betreuer stirbt bei dem Unfall. Der Busfahrer wurde heute vor dem Amtsgericht Oldenburg in Holstein zu einer Strafe von 4500 Euro verurteilt.

 

Der Busfahrer äußert sich zu den Vorwürfen

 

Der Angeklagte Busfahrer der Reisegruppe musste sich heute vor Gericht wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung verantworten. Dabei entschuldigte er sich bei den Eltern des Verstorbenen Jonas K. Die reagierten nur mit leichtem Kopfschütteln. Der Busfahrer sagte, er habe wegen eines vor ihm bremsenden Autos ebenfalls stark abgebremst und musste ausweichen. Durch einen Sachverständigen wird klar, hätte der Busfahrer nur 6 Meter vorher reagiert, hätte der Unfall mit einem Toten und 30 Verletzten verhindert werden können. Eine harte Erkenntnis auch für den Angeklagten. Er wird wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 4500 Euro verurteilt.

 

Der Fahrer befindet sich seit dem Unfall in psychologischer Behandlung  und auch er wird sicher noch lange brauchen um damit leben zu können, was im Juni 2018 passiert ist. Genauso wie die Eltern von Jonas K.

 

Catharina Tomm/ Maria Patz

 

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