Umzug, aber wer hilft denn jetzt? So packen Sie die Herausforderung in Corona-Zeiten

 

Wer gerade jetzt umzieht, der kann einem fast leid tun. Denn mit dem Kontaktverbot ist das momentan eine echte Mammutaufgabe. Allein die Kisten schleppen, allein die Wohnung streichen, allein Möbel aus dem alten und hinein ins neue Heim schleppen. Ist da nicht ein wenig Hilfe von Freunden erlaubt? Wir haben die Antworten.

 

Unsere Reporterin zieht in Hamburg um

 

Umzüge sind schon unter normalen Bedingungen absolut kräftezehrend, wer allerdings jetzt umzieht, der braucht besonders viel Ausdauer. Unsere Reporterin Franziska Starck muss heute diese Aufgabe bewältigen. Von Altona-Nord in Hamburg geht’s in den Stadtteil Eimsbüttel. 15 Kartons und viele Taschen sind bereits gepackt. Die müssen jetzt von A nach B. Aber wie? Franziska hat beim Packen in den letzten Wochen manchmal gedacht, das schafft sie nicht: „Ich war zwischendurch echt verzweifelt. Bei dem Chaos konnte mir ja die letzten Tage niemand so wirklich helfen. Aber: Nun habe ich Hilfe – mit Sicherheitsabstand“

 

Sie hat tatsächlich noch ein Umzugsunternehmen gefunden

 

„Moin Jungs, womit fangen wir denn jetzt an“, begrüßt Franziska die zwei Helfer. „Wir nehmen die Kisten und du stellst dich irgendwo zwei Meter entfernt hin, wo du nicht störst … sinngemäß … Scherz,“ die Männer von „Good Job Transport“ können also nicht nur richtig anpacken, sie sind auch gut drauf und achten auf den nötigen Mindestabstand von 1,5 Meter.

 

Mit Freunden umziehen ist noch erlaubt

 

Der Umzug von unserer Reporterin war schon lange geplant, doch mit dem Start des Kontaktverbots stellt er sich plötzlich als Mammutaufgabe heraus. Viele, die jetzt umziehen wollen, fragen sich: Wie soll ich umziehen? Dürfen Umzüge überhaupt noch stattfinden? Können mir meine Freunde helfen? Ein Anruf bei der Stadt Hamburg gibt Klarheit: „Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass sich im Rahmen eines gewöhnlichen Umzuges keine nach Ziffer 3 Satz 3 dieser Allgemeinverfügung verbotene Ansammlung an öffentlichen Orten bildet. Das kurzfristige Aufeinandertreffen zwecks Übergabe eines Umzugskartons o.ä. begründet keine Ansammlung,“ so die Senatskanzlei Hamburg.

 

Deswegen entscheidet sich Franziska doch gegen ihre Freunde

 

Mit Freunden umziehen ist also erlaubt. Aber ist das wirklich sinnvoll bei dem Ansteckungsrisiko? Franziska hat ein mulmiges Gefühl und beschließt kurzfristig, ein Transportunternehmen anzufragen. Ihren Freunden sagt sie ab. Ruckzuck ist ihre alte Wohnung in Altona-Nord dann auch leer, die zwei Männer vom Transportunternehmen sind eben richtige Umzugs-Experten. Die professionelle Hilfe hat übrigens 300 Euro gekostet. Das ist zwar teurer als ein Umzug mit Freunden, aber dafür auch deutlich sicherer. Franziska ist froh, dass alles doch so reibungslos gelaufen ist:  „Ich bin richtig erleichtert, dass nun alles geklappt hat. Aber mir graut‘s davor alles auszupacken. Aber gut, so habe ich die nächsten Tage wenigstens etwas zu tun“. Und zum Einrichten bleibt man dann doch auch gern zu Hause.

 

Franziska Starck / Julia Freistedt / Antonia Giese

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