Über 6.000 Euro Miete im Monat: Muss das St. Pauli-Museum jetzt schließen?

 

Von Mieterhöhungen können wohl viele im Norden ein Liedchen singen. Aber eine Mieterhöhung von schlappen 1.000 €? Das ist eine Menge Geld und die trifft auch Kiez-Fotograf Günter Zint ziemlich hart. Er führt das berühmt berüchtigte Sankt Pauli-Museum auf der Davidstraße und zeigt hier die Entwicklung Sankt Paulis – von den Anfängen des Amüsierviertels bis heute.

Welche Schätzchen sich hier verbergen, sehen Sie im Video.

Anwohner machen sich für das Museum stark

Die Nachricht von der Mieterhöhung trifft Kiez-Fotograf Günter Zint Ende letzten Jahres. Ein Schock auch für viele Menschen auf St. Pauli – sie wollen, dass das Museum bleibt. „Ich finde es schade, weil es hier mittlerweile alles Luxus wird“, erzählt ein Anwohner, „Das Miteinander geht verloren.“ Einige Anwohner haben sogar gegen die Mieterhöhung protestiert.

 

„Dann müssen wir sehen wo wir bleiben“

Die Miete ist für den Verein „St. Pauli Museum e.V.“, der das Museum betreibt, nicht mehr tragbar. „Wir haben jetzt zu Ende März gekündigt und dann müssen wir sehen, wo wir bleiben“, erzählt Günter Zint im RTL Nord-Interview. Dass das Museum inzwischen aber fester Bestandteil vom Kiez ist, das finden nicht nur die Anwohner, sondern auch Hamburgers Politiker. Die greifen dem Museum deshalb unter die Arme. Für ein Jahr wird die Miete vorerst übernommen, wie es dann weitergeht, ist noch unklar.

 

Christo Tatje/ Pia Lindenberg

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