Tote Wale an der Nordseeküste: Drei Tiere sind im Wattenmeer gestrandet

 

Grindwale verirren sich selten in die Nordsee. Drei Tieren ist das nun aber passiert. Das flache Wasser an der Küste wurde ihnen offenbar zum Verhängnis. Vermutlich sind die Wale verhungert.

Die Tiere können mehrere Meter lang werden, wie Sie im Video sehen.


Ein Wal wurde geborgen


Bereits am Dienstag wurde ein toter Wal von der Insel Juist aus gesichtet. Ein weiterer wurde am Rande der Leybucht im Landkreis Aurich entdeckt. Beide Kadaver lagen im Nationalpark Wattenmeer in nicht zugänglichen Bereichen. Ein dritter verendeter Wal wurde westlich von Borkum im Fahrwasser der Außenems gesichtet. Er wurde von einem Schiff des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Emden geborgen. Die beiden anderen Kadaver bleiben im Wattenmeer, sie werden der Natur überlassen.


Grindwale sind wohl verhungert


Die Tiere leben normalerweise im Atlantik auf der Nordhalbkugel. Sie verirren sich nur selten in die Nordsee. Am liebsten fressen die Wale Tintenfische, die sie in Tiefen von mehreren hundert Metern erbeuten. Möglicherweise ist ihnen in der flachen Nordsee die Nahrung ausgegangen. Um eine Seuchengefahr auszuschließen, haben Tierärzte des Niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) die drei Kadaver, teilweise an ihren Fundstellen, untersucht und Gewebeproben entnommen.


Sie sind oft als Gruppe unterwegs


Grindwale gehören zur Familie der Delfine. Die männlichen Tiere können bis zu acht Meter lang werden. Wie die meisten Delfine, leben Grindwale in Gruppen. Deshalb ist es auch nicht ungewöhnlich, dass an der niedersächsischen Küste gleich mehrere Tiere gestrandet sind. Wie alle Wale sind Grindwale in Deutschland gemäß Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Auch Teile der Tiere dürfen nicht aus der Natur entnommen werden.


Neele Knetemann

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