Todesfalle Smartphone: Bundesweiter Aktionstag soll aufklären


Ein kurzer Blick aufs Smartphone, eine Nachricht bei WhatsApp tippen oder noch schnell zu Hause anrufen - und das alles beim Autofahren. Ein bundesweiter Aktionstag hat diesen Donnerstag darauf aufmerksam gemacht, wie gefährlich diese Ablenkungen im Straßenverkehr sind. Alleine in Niedersachsen wurden Verkehrsteilnehmer an über 300 Orten kontrolliert.

Gefährliche Entwicklung


Der Polizei liegen noch keine Zahlen zur Unfallursache Handy vor. Ablenkung werde in der Statistik noch nicht gesondert aufgelistet, sagte ein Sprecher des niedersächsischen Innenministeriums. Die Landesregierung will das ändern. In einer Studie lässt sie derzeit unter anderem die Gefahr von Handys als Unfall-Auslöser untersuchen. „Das Problem Handy am Steuer wird eher schlimmer“, sagte Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer, und ergänzte: „Das Thema telefonieren am Steuer ist eins von gestern“. Viel gefährlicher sei das Texten. Keine andere Beschäftigung nehme so viel von unserem Blickfeld und unseren Gedanken ein.

Kontrolle und Prävention


Auch in Niedersachsen hat die Polizei nicht nur auf Kontrollen und das Verteilen von Bußgeldern gesetzt, sondern auch auf die Prävention. Im Landkreis Rotenburg informierten die Polizisten beispielsweise in Fahrschulen Fahranfänger und organisierten Radfahrtrainings für Schüler. Wer ein Handy am Steuer nutze, müsse mit einem Bußgeld von 100 Euro rechnen, sagte der Rotenburger Polizeisprecher Heiner van der Werp. Hinzu komme ein Punkt in Flensburg. Wer andere dabei gefährde oder gar schädige, müsse 150 oder 200 Euro Bußgeld zahlen. In diesen Fällen seien zwei Punkte fällig und es drohe ein Fahrverbot. Wer mit einem Handy auf dem Fahrrad erwischt werde, müsse 55 Euro zahlen.

Die teilweise erschreckenden Ergebnisse der Polizeikontrollen zeigt Ihnen Jenny Richter im Video.


Quellen: RTL Nord, dpa

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