Tipps vom Hamburger Kaffeehändler: So schmeckt Espresso am besten!


Egal ob Lungo, Macchiato oder Americano: Die Variationen des allseits bekannten Espressos sind vielfältig. Für die einen ist es der Wachmacher am Morgen, für andere hingegen der pure Genuss. Ein früherer Teenie-Schwarm weiß so ziemlich alles über die dunkle Versuchung und erzählt, wie ein klassischer Espresso am besten gemacht wird.

 

Welches kleine Helferlein in der Herstellung eines Espressos unabdingbar ist, das erfahren Sie im Video.

 

Mitglied der Band „Bro’Sis“ verkauft jetzt Kaffee


Shaham Joyce war jahrelang bekannt als Mitglied der Band „Bro’Sis“. Doch bereits während die Sänger deutsche Konzerthallen füllten, entdeckte „Shay“ - wie er gerne genannt wird - eine weitere Leidenschaft: den Kaffee. Heute betreibt er mit seiner Frau Marisa in Hamburg zwei Läden, hat einen Online-Versandhandel für Kaffee und gibt Schulungen.

 

Die Mischung macht’s


Ein Filterkaffee und ein Espresso haben den gleichen Rohstoff als Ursprung: Kaffeebohnen. Die Dauer der Röstung dieser Bohnen unterscheidet dann den klassischen Filterkaffee vom Espresso.
Die Bohnen werden meistens aus den Sorten Arabica und Robusta gemischt. Die beste Mischung gibt es dabei nicht, denn jeder Geschmack ist ja bekanntlich anders. Die Arabica-Bohne ist eher säurehaltig, während die Robusta-Bohne mehr Koffein hat - wenn auch nur minimal. Am Ende muss sich beim Rösten der Bohnen also vorangetastet werden. Zeichen für einen gelungenen Espresso sind eine schöne Crema, ein aromatischer Geschmack und wichtig: eine nicht allzu säurehaltige Note.

 

Die Laufzeit zählt


Ein guter Espresso muss im Idealfall zwischen 23 und 28 Sekunden durch den Siebträger einer Espressomaschine laufen. Das Wasser sucht sich naturgemäß den schnellsten Weg durch das Sieb – und das gilt es zu beeinflussen. Zunächst spielt der Mahlgrad der Bohne eine Rolle. Denn je gröber der ist, desto eher „schießt“ das Wasser nur so durch das Sieb. Läuft das Wasser zu schnell durch das Sieb, gehen dabei Aromen und Öle des Espressos verloren. Er schmeckt dann eher flach, dünn und wässrig. Ist der Espresso zu langsam durchgelaufen, werden zu viele Stoffe geliefert, wodurch er dann wenig Geschmack hat und eher bitter schmeckt. Ein weiterer Aspekt um eine optimale „Barriere“ für das Wasser zu schaffen, ist es, das Pulver in Schichten optimal im Sieb zu verteilen.

 

Kai Bülter/Jana Lübker

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