Taxifahrer fürchten um ihre Jobs

 

Wer sich in Hamburg und vielen anderen Städten heute ein Taxi bestellen wollte, hat ordentlich Geduld gebraucht. Mit einer bundesweiten Demonstration haben die Taxifahrer heute ihrem Ärger Luft gemacht. Es war die größte Taxi-Demonstration in der deutschen Geschichte. Der Grund: die ungeregelte Autoflut von Mitbewerbern und die fehlende Preisbindung, denn der Kampf um Fahrgäste ist hart. Im Video sehen Sie die ganze Dimension der Demonstration.

 

Taxifahrer im Konkurrenzkampf

 

Der Grundpreis pro Taxifahrt in Hamburg beträgt 3,50€, jeder weitere Kilometer kostet 2,45€. Dieser Preis ist für die rund 2800 Hamburger Taxen tariflich festgelegt und bindend. Doch seit Jahren laufen Taxifahrern die Kunden weg. Denn durch Carsharinganbieter, dem Sammeltaxi-Unternehmen Moia oder Clever Shuttle kommen immer mehr Konkurrenten auf den Markt. Und die können ihre Fahrten günstiger anbieten.

 

Mietwagenanbieter sollen es leichter haben

 

Bisher war es so, dass die Fahrer von beispielsweise Clever Shuttle nach jeder abgeschlossenen Fahrt zurück in die Zentrale mussten und erst dann wieder losfahren konnten, um die nächste über Handy gebuchte Fahrt anzutreten. Sie durften Gäste nicht - wie Taxifahrer - auf der Straße einsammeln. Das will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer ändern. Zudem will Scheuer den Fahrdienstvermittler UBER in den kommenden Jahren in ganz Deutschland unter gewissen Voraussetzungen erlauben.

 

Warum sollen die Anbieter profitieren?

 

Aus ökologischer Sicht macht Scheuers Vorschlag durchaus Sinn. Gerade für das Berliner Unternehmen Clever Shuttle, das automatisch Fahrgemeinschaften zwischen Fahrgästen bildet und auf E-Autos setzt. Nach den deutschlandweit Taxi-Demonstrationen will Andreas Scheuer nun eine Bund-Länder- Kommission einrichten, die den Gesetzesentwurf noch einmal überarbeitet.

 

Lorenz Bille, Antonia Giese 

 

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