Tausende tote Tiere: Fischsterben im Mündungsbereich der Elbe

 

Tonnenweise junge Heringe, Stinte, Finten, tote Aale und sogar Schweinswale und Störe werden im Moment am Elbufer zwischen Otterndorf und Cuxhaven angespült. Die Ursache konnte bisher noch nicht geklärt werden. In unmittelbarer Nähe dieses Elbabschnitts finden derzeit Baggerarbeiten für die Elbvertiefung und die geplanten Unterwasserablagerungsstätten Medemrinne Ost und Neufelder Sand statt.

 

Umweltverbände erstatten Strafanzeige

 

Die im Bündnis „Lebendige Tideelbe“ zusammengeschlossenen Umweltverbände BUND, NABU und WWF haben heute Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet. Außerdem fordern sie die Hamburg Port Authority (HPA) und die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GWDS) als „Bauherren“ der Elbvertiefung auf, alle Baggerarbeiten sofort zu stoppen, solange die Ursachen für das Fischsterben nicht aufgeklärt sind.

 

Sofortige Untersuchungen gefordert

 

Das Bündnis „Lebendige Tideelbe“ fordert die zuständigen Behörden auf, sofort zu klären, warum die Fische sterben. Manfred Braasch vom BUND Hamburg vermutet, dass der Einsatz der Baggerschiffe im Bereich der Elbmündung ein Grund sein könnte: „„Es sind nicht nur Jungfische betroffen, wir haben auch große Fische gefunden, z.B. einen Stör, der ist sogar nach Europarecht geschützt. Meerforellen, Lachse und auch Aale sind weiterhin betroffen und die wiesen mehrheitlich mechanische Schäden auf. Das heißt, das ist ein Indiz dafür, dass die vor die großen Saugeinrichtung dieser Schiffe gekommen sind.“ Aber auch andere Ursachen wie Giftstoff können noch nicht ausgeschlossen werden.

 

Carmen Gocht 

 

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