Steigende Gewalt gegen Rettungskräfte & Co: Ein Videoclip soll sensibler machen

 

Rettungskräfte sind immer willkommen, wenn jemand verletzt oder in Not ist – sollte man meinen! Doch im vergangenen Jahr gab es allein in Schleswig-Holstein 1.221 Fälle von Widerstand gegen Polizisten, Feuerwehrleute oder Rettungskräfte oder andere Mitarbeiter im öffentlichen Dienst.

 

Wie der Landespräventionsrat jetzt vor allem junge Leute für die Lebensretter und ihre Arbeit sensibilisieren will, sehen Sie im Video.  

 

„Problematische Werteentwicklung innerhalb der Gesellschaft“

 

Immer wieder müssten Einsatzkräfte sich Respektlosigkeiten gefallen lassen, sagt der Geschäftsführer des Landespräventionsrates Thomas-Michael Kassun. „Das fängt an mit Pöbeleien bis hin zum Anspucken. Gewalttaten sind die Spitze des Eisberges, alles, was sich darunter bewegt, ist aber mindestens genauso bedenklich.“ Und das ziehe sich durch alle Bereiche: „Sämtliche Ressorts des öffentlichen Dienstes in Schleswig-Holstein beklagen, dass ihnen in der Arbeit zunehmend ein Klima entgegenschlägt, das als unangemessen oder sogar psychisch verletzend empfunden wird“, so Kassun.

 

90 Sekunden, die aufrütteln sollen

 

Deshalb gibt es jetzt einen Videoclip, der gerade junge Menschen sensibilisieren soll. Der Titel: „Respekt? Ehrensache“. Der kurze Film zeigt viele Formen der Gewalt. So wird nicht nur die Behinderung von Rettungssanitätern thematisiert, es geht auch um respektloses Verhalten gegenüber Lehrern oder Mitarbeitern in öffentlichen Einrichtungen wie zum Beispiel die Agentur für Arbeit. Der Landespräventionsrat will das Video vor allem über Youtube und andere Soziale Netzwerke verbreiten, aber auch im Kino soll der Clip zu sehen sein.

 

Katharina Steinhöfel / Julia Franz

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