Sommerinterview: Daniel Günther traut Robert Habeck eine Kanzlerschaft nicht zu


Daniel Günther (CDU) ist ein Nordlicht durch und durch. Geboren in Kiel, aufgewachsen in Eckernförde, nun in Neumünster Zuhause. Mit dem Küstenwetter kennt sich Schleswig-Holsteins Ministerpräsident also bestens aus – gute Voraussetzungen für das Sommerinterview mit unserer Kollegin Kirsten von Keitz. Die beiden verabredeten sich zum Hallig-Hopping zwischen Langeneß und Hooge.

Los ging’s ganz stilecht mit einer Lore von Dagebüll aus – wie Sie in unserem Video sehen.

  

Schleswig-Holsteiner sind bekannt für „klare Kante“ 

 

Zugegeben, ein bisschen wärmer hätte es sich der 45-Jährige CDU-Politiker für das Date gewünscht, auf den Termin aber hat er sich gefreut. „Man kann hier die Natur genießen, es gibt keine Hektik, man ist draußen unterwegs, das schätze ich.“ Und auch zu den Hallig-Bewohnern habe er eine besondere Beziehung, wie er uns im Interview erzählte: „Man ist es ja gewohnt, dass Schleswig-Holsteiner klare Kante sprechen, aber der Hallig-Bewohner ist da nochmal direkter.“ Eine Eigenschaft, die Günther schätzt und die er gut haben kann: „Ich bin ja auch direkt.“ 

 

Antworten zu Klimaschutz und Kanzlerfrage 

 

Klar ist er auch bei der Nachfrage unserer Kollegin, ob er Robert Habeck die Kanzlerschaft zutraue. „Ich habe ihn so kennengelernt, dass es auch nicht schädlich ist, wenn er noch jemanden hat, der zur Not auch mal auf ihn aufpassen kann. Deshalb glaube ich, bleibt es auch dabei, dass er ein guter Minister ist.“ 

 

Rede und Antwort bei Wind und Wetter

 

Bei Wind und Wetter nahm Daniel Günther zudem Stellung zum Thema Klimaschutz. Dabei wirbt er ganz klar dafür, dass der Klimawandel eine reale Bedrohung ist und unbedingt ernst zu nehmen sei. Schleswig-Holstein sei zudem Vorreiter, was erneuerbare Energie anginge, viele wichtige Pilotprojekte liefen, so der Politiker. So viel grüne Politik? Günther kontert: „Nachhaltigkeit und Schutz von Lebensgrundlagen sollte man auch als konservativer Mensch in den Mittelpunkt seines Handels stellen.“ Für ihn sei wichtig, dabei Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. 

 

Küstenliebe: Auch in den Ferien bleibt Günther der Heimat treu 

 

Günther bleibt seinem Heimatland auch während seiner Urlaubszeit treu und genießt hier drei Wochen Ferien – ohne Termine. Luxus für ihn. „Morgens aufzustehen und gar nicht zu wissen, was an diesem Tag so anliegt, das ist das Gefühlt von Freiheit für mich.“ Vor allem freut er sich auf die Zeit mit seiner Frau und den beiden Töchtern – und aufs Laufen, denn das macht Daniel Günther auch leidenschaftlich gern.

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