Solidarität in Corona-Zeiten: So hilft eine 15-Jährige

 

Mindestens 1,5 Meter Abstand zwischen Personen, abgesagte Veranstaltungen und die Aufforderung ins Home-Office zu gehen. Die Corona-Krise zwingt uns auf Distanz zu gehen. Besonders betroffen sind Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen, da diese ihre Wohnungen gar nicht mehr verlassen sollen, um sich zu schützen. Während Berichte über Hamsterkäufe den Eindruck erwecken, dass die Corona-Krise uns egoistisch werden lässt, beweisen zahlreiche Menschen das Gegenteil. Immer mehr Bürger und Bürgerinnen bieten ihre Hilfe denen an, die sie am dringendsten benötigen. Wie diese Geschichten aus Niedersachsen beweisen.

 

Wie die fünfzehnjährige Pia ihren Großeltern hilft, sehen Sie im Video.

 

Studenten helfen Senioren

 

In Hannover haben Studenten die Gruppe „Einkaufshilfe Hannover“ gegründet, der sich bereits 900 Helfer angeschlossen haben. Sie sind telefonisch unter der Nummer 0178 8314475 zu erreichen und übernehmen für Risikopatienten die Einkäufe, Botendienste und Apothekengänge. Auch das Diakonische Werk in Hannover hat ein Helfernetzwerk gegründet, um Helfer und Hilfesuchende zusammenzubringen.

 

Solidaritätsgruppen im Internet

 

Vor allem in den sozialen Netzwerken findet man eine große Hilfsbereitschaft. Auf Facebook ist zum Beispiel das „Elternnetzwerk Oldenburg“ oder die „Eltern helfen Eltern“-Gruppe gegründet worden. Dort bieten Mitglieder nicht nur ihre Hilfe bei Einkäufen oder dem Gassigehen an, sondern auch eine kostenlose Kinderbetreuung für berufstätige Eltern, die nicht im Home-Office arbeiten können. Solche Netzwerke lassen Menschen in der schwierigen Zeit zusammenrücken und zeigen, dass Nähe keinen Körperkontakt braucht.

 

Janet Ghotoyian

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