So läuft in Corona-Zeiten der Alltag in der Auricher Kita Pinguin

 

Seit der Corona-Krise ist es leiser in den Kindergärten und Kindertagesstätten, dafür umso lauter bei zuhause. Viele Eltern müssen neben Homeoffice und Homeschooling auch noch die Kleinsten im Blick haben. Damit sich das Coronavirus nicht so schnell verbreiten kann, werden in den Kitas momentan nur die Kinder betreut, deren Eltern sich nicht selber um die Kinder kümmern können. Egal ob zuhause oder in der Kita: Kinderbetreuung ist in dieser Zeit eine große Herausforderung.

Was sich für Erzieher und Kinder in der Notbetreuung verändert hat, erzählt eine Mitarbeiterin der Kindertagesstätte Pinguin aus Aurich im Video.

 

Die Eltern bleiben draußen

 

Um die Maßnahmen zum Infektionsschutz einhalten zu können, mussten in der Kita Pinguin neue Regeln aufgestellt werden. Hinzu kommt, dass es von der Politik immer wieder neue Erlasse gibt, auf die die Einrichtungsleiterin reagieren muss, zum Beispiel, wie viele Kinder zeitgleich betreut werden dürfen. „Es ändert sich ständig etwas an der Situation. Das bereitet manchmal schon Schwierigkeiten“, sagt Leiterin Doris Gießenberg. Eine große Veränderung ist, dass Eltern ihre Kinder an der Tür abgeben müssen und auch dort beim Abholen wieder begrüßen. In die Räume der Kindertagesstätte dürfen die Eltern nicht mehr. Und wie überall gilt: Fleißig Hände waschen! Kinder und Erzieher haben dafür ein kleines Herz auf die Hand gemalt, das bis zum Betreuungsende abgewaschen sein muss. Aber auch einen großen Vorteil sehen Erzieher und Kitaleitung: Sind zwei Erzieher in normalen Zeiten für 25 Kinder zuständig, sind es jetzt nur zehn. Die Kinder profitieren also, weil die Erzieher nun mehr Zeit für jeden Einzelnen haben.

 

Vier-Phasen-Modell soll für geregelte Rückkehr sorgen

 

Ähnlich wie bei den Schulöffnungen ist auch die Rückkehr der Kitas zum Normalbetrieb Ländersache - jedes Bundesland entscheidet selbst, wann wieder mehr Kinder in die Betreuung dürfen. Allerdings haben sich die Familienminister der Länder auf einen Vier-Phasen-Plan geeinigt, der bei der Koordination des Wiedereinstiegs eingehalten werden soll. Wie die Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg die Öffnungen ihrer Kitas geplant haben, können Sie hier nachlesen.

 

Mareike Baumert

 

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