So geht die Polizei mit versteckter Kamera auf die Jagd nach Handysündern

 

Das Handy am Steuer ist laut Forscher eine häufige Ursache für Unfälle. Die exakte Zahl ist schwer zu beziffern, weil Fahrer oft die Nutzung des Mobiltelefons abstreiten. Die Polizei in Oldenburg geht jetzt einen neuen Weg. Mit versteckter Kamera filmt sie in die Fahrerkabinen, um so die Fahrer sofort mit ihrem Verstoß zu konfrontieren.

 

Wie betroffene Handysünder überführt werden und reagieren, zeigen wir im Video.

 

Surfen oder Telefonieren am Steuer – Alltag für die Polizei

Cliff Sprenger und Janine Kahlen sind genau diesen Verkehrssündern auf der Spur – mit versteckter Kamera auf dem Dach ihres Zivilfahrzeugs fahren die Polizisten aus Oldenburg Streife und halten Ausschau nach Fahrern von Lastern oder Kleintransportern die telefonieren, Emails schreiben oder im Internet surfen. Lange müssen sie nicht suchen, denn solche Bilder sind für die Autobahnpolizei inzwischen Alltag.

 

Leugnen ist nach den Aufnahmen zwecklos

 

Seit 10 Monaten erprobt die Autobahnpolizei in Oldenburg die versteckte Dachkamera. "Grundsätzlich filmen wir immer erst den LKW-Fahrer, wenn wir feststellen, dass er einen Verstoß begeht. Wir fahren neben ihm, gucken ins Führerhaus rein, über die Seitenspiegel oder über den Livestream auf unserem Tablet, der uns die Livebilder der Kamera zeigt, aber nicht aufnimmt. Und wenn wir dann eindeutig sehen, der macht was Verbotenes, zum Beispiel ein Handy in der Hand hat oder es benutzt, dann beginnen wir erst mit den Aufnahmen und zeichnen den Verstoß auf", erklärt  Polizist Cliff Sprenger den Einsatz mit versteckter Kamera.

Mehr als 1300 Verstöße konnten bereits festgehalten werden und leugnen ist für die Verkehrssünder dann zwecklos. Denn diese Aufnahmen haben im Streitfall auch vor Gericht Bestand.

 

Roland Rickelmann / Nicole Ide

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