Skurriler Polizeieinsatz am Friedhof: Notruf aus dem Leichenwagen

 

Vielleicht hätten sich einige Passanten erschrocken, wenn sie gesehen hätten, wie ein Mann seelenruhig auf dem Friedhofsparkplatz aus dem Laderaum eines Leichenwagens steigt. Aber so weit ist es gar nicht gekommen. Denn der Schleswig-Holsteiner war offenbar in einem Leichenwagen gefangen und musste mit seinem Handy die Polizei rufen, um befreit zu werden.

 

Eine gespannte Funkstreife eilte zum Friedhof

 

Dass jemand aus dem Laderaum eines Leichenwagens die „Lebenden“ um Hilfe bittet, ist zumindest der Polizeiinspektion Göttingen wahrscheinlich noch nicht vorgekommen. Zum Glück war der Hilfesuchende offenbar quicklebendig, als die Beamten eintrafen und den Mann befreiten. Aber die Geschichte, die sich die Beamten dann wohl anhören mussten, ist wirklich skurril.

 

Nickerchen im Leichenwagen

 

Bei dem Geretteten handelte es sich laut der Polizeiinspektion Göttingen um einen Mitarbeiter eines Beerdigungsinstitutes aus Norddeutschland. Der 51-Jährige war demnach auf dem Weg von Hamburg nach Frankfurt auf der A7 unterwegs, als er plötzlich müde wurde und nach einem ruhigen Ort für ein Nickerchen suchte. Deshalb fuhr er von der Autobahn ab und suchte ein ruhiges Plätzchen. Da bot sich die ruhespendende Umgebung des Parkplatzes am Lutterberger Friedhof offenbar gut an. Zum Schlafen soll der Fahrer dann in den leeren Laderaum seines VW Crafter gekrochen und eingeschlafen sein.

 

Nach dem Erwachen kam der Albtraum

 

Der Albtraum begann allerdings erst in den frühen Morgenstunden, als der 51-jährige Schleswig-Holsteiner wohl merkte, dass sich die Türen von innen nicht mehr öffnen ließen. Die Friedhofsverwaltung bekam von allem offenbar nichts mit und auch Besucher seien so früh am Morgen noch nicht unterwegs gewesen. Zum Glück soll der Mann sein Handy dabei gehabt haben und konnte deshalb die Polizei rufen, denn sonst hätte er von innen gegen die Scheibe seines Autos klopfen und Passanten um Hilfe bitten müssen – eine gruselige Vorstellung.

 

Nicole Ide

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