Silvesterrandale an Wolfsburger Schule: Videos zeigen das Ausmaß der Attacke

 

Es sind schockierende Bilder: Böller fliegen in ein Klassenzimmer, darin brennt es bereits, Fenster werden zerstört. Videos, die im Internet kursieren, sollen einen Angriff von rund 50 jungen Menschen auf das Schulzentrum Westhagen in Wolfsburg zeigen. Und die Attacke in der Silvesternacht richtete sich nicht nur gegen die Schule.


Wie brutal die vorwiegend jungen Männer auch gegenüber Feuerwehr und Polizei vorgegangen sind, sehen Sie im Video.


Echt oder Fake?

Die Polizei hat inzwischen fünf Videos vorliegen, die angeblich die Randale in der Silvesternacht zeigen sollen. Sicher ist das jedoch nicht. „Jeder weiß, wie schnell man mit dem eigenen Smartphone Videos verändern, faken kann, insofern sind wir erstmal dabei und verifizieren wo die herkommen,“ sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Das RTL Nord vorliegende Video lässt sich zumindest auf die Richtigkeit des Ortes weitestgehend überprüfen.


Verabredung im Internet

Der Platz an der Schule gilt schon lange Treffpunkt für Jugendliche, auch an Silvester. Das Ausmaß in diesem Jahr ist jedoch ein anderes. „Es scheint ja so zu sein, dass man sich in irgendeiner Form über die sozialen Medien verabredet und dort auf dem Platz getroffen hat, um dann gemeinsam diese ausufernde Party zu feiern,“ sagt Iris Bothe von der Stadt Wolfsburg, die Trägerin der Schule ist.

 

Polizei nimmt Tatverdächtige fest

Noch in der Silvesternacht nimmt die Polizei vier junge Männer vorläufig fest. „Die Tatverdächtigen, die wir vorübergehend festgenommen hatten, die sind zwischen 18 und 23 Jahren, sind Wolfsburger, sind welche aus dem Bereich Hannover und aus Goslar“, sagt Polizeisprecher Sven-Marco Claus. Offenbar sind die Täter also keine Schüler des Schulzentrums Westhagen oder zumindest nicht alle.


Niemand verletzt

Die Feuerwehr wird in der Nacht durch die Brandmeldeanlage alarmiert. Als die Einsatzkräfte zusammen mit der Polizei an der Schule ankommen, werden sie aus der Gruppe von rund 50 jungen Menschen mit Feuerwerkraketen und Böllern attackiert. Verletzt wurde dabei niemand. Und trotzdem ist der Übergriff ein Schock, sagt Iris Bothe: „Dass die dann angegriffen werden von dieser Truppe junger Leute, das finde ich an der Stelle erschütternd und es ist durchaus auch eine neue Qualität.“


Neele Knetemann

Mag ich