Sechs Monate auf See: Segelndes Klassenzimmer läuft in Cuxhaven ein

 

27 Jugendliche leben und lernen ein halbes Jahr auf einem Großsegler, überqueren dabei zweimal den Atlantik. Nun kamen die Schüler in eine Welt zurück, die bei ihrem Ablegen noch eine andere war.

 

Warum der Gründer des Ocean College die Wiederkehr in Cuxhaven mit einer Vollbremsung vergleicht, sehen Sie im Video.

 

Wiedersehen wird zur Geduldsprobe

 

Eigentlich sollte der Dreimaster „Pelican of London“ im französischen Bordeaux einlaufen. Doch weil dort der Hafen wegen der Corona-Pandemie gesperrt ist, segelten die Teilnehmer nach Cuxhaven. Hier mussten vor allem die Eltern, die ihre Kinder nach sechs Monaten wieder in die Arme schließen wollten, geduldig sein: Um den Mindestabstand zu wahren, durften immer nur zwei Autos gleichzeitig an den Anleger fahren.

 

Schüler wurden an Bord über Corona informiert

 

„Als wir von Corona erfahren haben, war das so eine Nachricht, die man hört und erstmal so gar nicht einzuordnen weiß, weil man nie etwas Vergleichbares erlebt hat“, sagt Lehrer Jens Doose nach dem Anlegen. Nach dem ersten Schock hätten die Schüler die Nachricht aber gut verdaut. Nun seien alle gespannt, wie die Welt sich verändert hat, denn die Schüler und Crewmitglieder sind auf dem Schiff ganz normal ihrem Alltag nachgegangen.

 

Schule auf See

 

Das Projekt Ocean College ermöglicht Schülern aus ganz Deutschland, sechs Monate auf einem Großsegler zu verbringen, dabei weit zu reisen, das segeln zu lernen und trotzdem Unterricht von Lehrern zu bekommen. Die Teilnahme kostet 25.000 Euro. Es war bereits die dritte Reise, die das Ocean College angeboten hat, nur dieses Mal mit einem besonderen Ende.

 

Luisa Ziegler / Mareike Baumert

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