Schweres Schicksal: Wie eine Familie gegen den Krebs kämpft

 

Es ist kaum zu glauben, was Familie Ewald aus Hamberge ertragen muss. Vor sechs Jahren wird bei der damals zweijährigen Neele ein Tumor im Oberschenkel gefunden. 2017 erkrankt dann auch Papa Sebastian an Krebs. Im vergangenen Jahr bleibt dann Sohn Jonas nicht verschont. Bei dem 10-Jährigen wurde vergangenes Jahr ein Hirntumor entdeckt. Während Neele den Krebs besiegt, verlieren Vater und Sohn den Kampf. Als wäre all das nicht schon schlimm genug, wird im Februar dieses Jahres auch noch bei Mama Stephanie Brustkrebs diagnostiziert.

 

Für die kleine Familie heißt es erneut: Kämpfen, hoffen und durchhalten. Wie Mama Stefanie die Familie dennoch zusammenhält, erfahren Sie in unserem Video.

 

Kann das überhaupt noch wahr sein?

Als Stefanie Ewald die Diagnose Brustkrebs bekam, konnte sie es kaum glauben: „Tatsächlich musste ich erstmal schmunzeln, weil ich dachte, das kann jetzt nicht wirklich wahr sein, dass das einfach nie mehr aufhört und dass das bei einem selbst auch weitergeht“, sagt die Mutter im RTL-Interview. Mit ihrer Diagnose sind vier der Ewalds an Krebs erkrankt. Wie ist das nur möglich? Als Vater Sebastian nach der Krebserkrankung von Neele seine Diagnose erhielt, wurde die Familie hellhörig und ließ die Erkrankungen auf humangenetische Ursachen überprüfen. Die Diagnose: Vater und Tochter haben das Li-Fraumeni-Syndrom, ein seltener Gendefekt, der das Risiko erhöht, früh an Krebs zu erkranken. Weltweit haben nur 400 Menschen diesen Gendefekt – darunter auch Neele, Sebastian und Jonas. Trotzdem sehen die Ewalds in dem Ergebnis eine Hoffnung: „Wir waren auch erleichtert, weil wir uns vom Umfeld anhören mussten: Ihr ernährt euch falsch, ihr habt irgendwas im Haus, was das auslöst, ihr macht irgendwas falsch und man selbst auch gedacht hat: Warum ist das so?", erzählt uns Stefanie.

 

Eine Spendenaktion für die Familie

 

Während Neele inzwischen als krebsfrei gilt, kämpft Stefanie Ewald sich jetzt selbst durch die Chemotherapie. Eine Operation und neun von 16 Behandlungen hat sie inzwischen geschafft. Außerdem geht die 35-Jährige regelmäßig zur Kontrolle. Das gibt der kleinen Familie Hoffnung. Familie und Freunde geben dabei eine große Unterstützung ab. Ines ist eine der Freundinnen, die gemeinsam mit anderen Angehörigen eine Spendenaktion ins Leben gerufen hat. „Dass wir dann Steffi und den Mädels eine Freude machen können, dass die so ein bisschen abgesichert sein können, dass ein bisschen Ausbildungsgeld für die Kinder da ist, falls Steffi das wider Erwarten doch nicht schafft oder nach der Chemo, nach den Operationen schwer beeinträchtigt sein sollte“, erklärte Ines Bober im RTL-Interview. Wie auch Sie die Familie unterstützen können, erfahren Sie hier.

 

Facebook-Posts als Energiequelle

 

Inzwischen sind bereits mehr als 95.000 Euro zusammengekommen. Auf Facebook lässt Ines die Menschen aus aller Welt an der Geschichte der Familie teilhaben. Die Anteilnahme und Worte geben Stefanie Halt. „Sei es, dass das eigene Leben überdacht wird, wenn sie sehen was einem wirklich widerfahren kann, wie dankbar man eigentlich sein sollte, wenn man alle hat und gesund ist. Die lieben Worte, Gesten. Irgendwie ist das eine Form der Verarbeitung für mich geworden, dass so ein bisschen in die Welt rauszuschreien“, sagt die 35-jährige Mutter. Stefanie genießt die Momente mit ihren Töchtern. „Das ist das was mich am Leben hält und dass ich weiß wofür ich kämpfe und hoffe, dass wir noch viel unbeschwerte Zeit zusammen verbringen dürfen und ich meinen Mädels noch ganz viel Liebe und Stärke für ihr weiteres Leben mitgeben kann“, sagt sie. Stefanie, Neele und Lenja hatten Papa Sebastian und Bruder Jonas versprochen, dass sie das Leben so gut es geht für sie genießen wollen.

 

Lena Wendt / Sandy Liesen

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