Schutzkleidung wird knapp: Wie ein Landarzt sich jetzt selbst behilft

 

Täglich steigt die Zahl der Corona-Infizierten. In Schleswig-Holstein gibt es aktuell knapp unter 200 Erkrankte, in Hamburg sind es schon über 300 Infizierte. Dabei gab es vor zwei Wochen insgesamt erst weniger als 10 Covid-19-Fälle. Trotz der steigenden Zahlen ist das Wartezimmer von Rio Morawe aus Aukrug bei Kiel paradoxerweise total leer.

 

Warum das so ist und wie der Arzt Patienten mit Corona-Verdacht behandelt, sehen sie im Video.

 

Vorrat langsam aufgebraucht

 

Wie viele andere Hausärzte auch, muss Rio Morawe selbst für seinen Schutz sorgen, wenn er Corona-Verdachtsfälle behandelt. Für drei bis vier Patienten habe er noch Schutzkittel vorrätig, danach würde es eng werden. Die kassenärztliche Vereinigung bestätigt, dass der Nachschub an Schutzkleidung nachlässt - und das, obwohl die Coronakrise deutschlandweit auf ihren Höhepunkt zu steuert.

 

Schutzkleidung aus dem Baumarkt

 

Um sich zu schützen, muss der Arzt aus Aukrug kreativ werden: Er hat sich mit FFP 2 Atemschutzmasken aus dem Baumarkt eingedeckt. Die werden normalerweise genutzt, wenn mit Betonstaub oder Granit gearbeitet wird. Doch auch dieser Bestand wird bei steigender Patientenzahl nicht mehr lange halten.

 

Victor Kupka / Katharina Steinhöfel / Laura Küsel 

 

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