Baby zu Tode geschüttelt: Freispruch für den angeklagten Vater

 

In dem Prozess um den Tod eines erst wenige Wochen alten Babys, hat das Landgericht Osnabrück den Vater des Kindes heute freigesprochen. Die Kammer sei zwar überzeugt davon, dass das Kind durch Schütteln gestorben sei, allerdings konnte nicht bewiesen werden, dass der Vater des Kindes der Täter sei. Warum, sehen Sie im Video.

 

„Ich habe meinen Sohn geliebt und kann sagen, dass ich ihm ganz sicher nie was angetan hätte.“


Die Mutter des 25-jährigen Angeklagten wischte sich während der Verhandlung mit einem Taschentuch die Tränen aus dem Gesicht. Bei der Urteilsverkündung schlug sie die Hände über dem Kopf zusammen und war sehr erleichtert. Der Angeklagte selbst nahm das Urteil gefasst auf. Nach der Urteilsverkündung fielen sich der Angeklagte, seine Eltern und die Mutter des verstorbenen Babys erleichtert in die Arme.

 

Es ist nicht klar, wer schuldig ist

 

Die Strafkammer hat festgestellt, dass das drei Monate alte Baby auf jeden Fall an den Folgen des Schüttelns gestorben ist. Allerdings konnte die Strafkammer nicht eindeutigen feststellen, wer schuldig ist - Mutter und Vater kommen in Betracht. Aus diesem Grund wurde der Angeklagte freigesprochen. Schon vor der Nacht vom 14. auf den 15. Oktober 2017 wurden vom Kinderarzt vermehrt Hinweise auf Misshandlungen am Körper der Säuglings festgestellt.
„Sowohl Vater, als auch Mutter des Kindes haben sich nicht gegenseitig belastet. Beide sagen auch, dass sie selbst nichts getan hätten, was dem Kind schaden könnte, “ so Dr. Frommeyer, der Vorsitzende Richter.

 

Kerstin Ligendza/Maria Patz

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