Ruhe auf der Reeperbahn: Wirte und Clubbesitzer bitten um Hilfe

 

Normalerweise bevölkern Tausende Menschen den Kiez rund um die Reeperbahn in Hamburg. Doch in Corona-Zeiten ist alles anders. Die sonst so bunt schillernde laute Meile wirkt trostlos und allein gelassen. 

Wie der Hilferuf der Wirte und Clubbesitzer von der Reeperbahn aussieht und was Kiezkönigin Olivia Jones dazu zu sagen hat, sehen Sie im Video.

 

„Bier, was ich jetzt heute nicht verkaufe, verkaufe ich im Dezember halt nicht doppelt“

 

Die Problematik auf St. Pauli ist offensichtlich. Die Kiez-Größen wollen gehört werden, für sie gehe es um weit aus mehr als Party, Spaß und sündige Momente. Für sie gehe es um Existenzen. Dominik Großefeld, Wirt der Kiez-Kneipe „Silbersack“ sieht eine nachhaltige Problematik: „Bier, was ich jetzt heute nicht verkaufe, verkaufe ich im Dezember halt nicht doppelt.“ Staatliche Unterstützung habe er zwar beantragt, bis dato aber noch nicht bekommen.

 

Sorge um Kneipe

 

Seit 1949 ist der „Silbersack“ auf St. Pauli zu Hause. Dominik Großefeld fängt vor 10 Jahren hier an. Nach dem Tod von Kult-Wirtin Erna Thomsen 2012 kaufen Freunde des Silbersacks den eigentlichen Erben die Kneipe ab. Mit der Bedingung, dass der 35-Jährige sie übernimmt. „Ich muss halt in irgendeiner Weise wieder anfangen können, Umsätze zu generieren. Wenn ich das nicht kann, bin ich einfach schlichtweg zahlungsunfähig und dann ist auch der Fortbestand der Kneipe gefährdet."

 

Wenig Licht am Ende des Tunnels

 

Großefeld versteigert nun ein paar „Schätze“ aus dem Silbersack in den sozialen Medien. Doch auch mit solchen Aktionen können die Kiez-Wirte ihre Existenz auf Dauer nicht sichern, wie sie sagen. Damit der Kiez überlebe und die Lichter bald wieder angehen, müsse jetzt etwas passieren.

 

Kai Bülter /Jakob Silvester Schmidt

 

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