Prozessbeginn in Lüneburg: Brandstifter von Celler Flüchtlingsunterkunft

 

Wegen besonders schwerer Brandstiftung und gefährlicher Körperverletzung in einer Flüchtlingsunterkunft in Celle muss sich ab Montag ein 45-jähriger Mann vor der Landgericht in Lüneburg verantworten – er soll zu dem Zeitpunkt sogar selbst Bewohner der Unterkunft gewesen sein.


Der Brand ereignete sich am 16. Februar diesen Jahres in einer Asylunterkunft in Celle in einer ehemaligen Kaserne. Zu diesem Zeitpunkt umfasste die Unterkunft 150 Bewohner. Auch der Angeklagte aus Montenegro wohnt dort. Er soll eine Schaumstoffmatratze angezündet haben. Das gibt er zu.


Da eine insgesamt acht Personen eine Rauchgasvergiftung erlitten und davon eine Mutter und ihre vierjährige Tochter wegen eines versperrten Fluchtweges von der Feuerwehr gerettet werden mussten, muss sich der Brandstifter Ermin T. auch wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.


Welche genauen Beweggründe der Täter gehabt haben soll, das muss nun das Gericht klären, sicher sei aber, er stand bei der Tat unter Alkoholeinfluss. Das Urteil wird im August erwartet.

 


Suana Boeck berichtet vom Prozessauftakt in Lüneburg.

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