Prozessauftakt: Zuhälter sollen 15-Jährige zur Prostitution gezwungen haben

 

Die beiden Angeklagten sind selbst gerade mal 20 Jahre alt und sollen eine 15-Jährige in Hamburg fast ein halbes Jahr lang gezwungen haben, als Prostituierte zu arbeiten. Zwischen November 2018 und März 2019 sollen sie das Mädchen in Internetportalen für sexuelle Dienstleistungen angeboten und das Geld selbst einbehalten haben. Daher wirft ihnen die Staatsanwaltschaft Zwangsprostitution und Zuhälterei vor.

 

Da die beiden Angeklagten im Tatzeitraum 19 bzw. 20 Jahre alt waren werden sie vor Gericht als Heranwachsende angeklagt. Das heißt, die Höchststrafe liegt für sie bei 5 Jahren. Am Landgericht Hamburg fand heute der erste Prozesstag statt. Aufgrund des jungen Alters des Opfers und der Angeklagten, wird wahrscheinlich ein Großteil des Verfahrens unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.

 

Opfer und mutmaßlicher Täter waren in einer Beziehung

 

Die 15-Jährige soll zu einem der Angeklagten eine Beziehung gehabt haben, außerdem soll sie Schulden bei ihm gehabt haben, die sie dann durch Prostitution bei ihm abbezahlen sollte. Polizisten hatten das Ganze aufgedeckt und konnten die 20-Jährigen festnehmen. Gegen die beiden Angeklagten wird auch in weiteren Fällen ermittelt, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung.  

 

Autorinnen: Julia Freistedt/ Maria Patz

 

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