Prozess nach Allergietod: Arzt und Pflegerin in Flensburg angeklagt

 

Einer Patientin wird 2015 in einem Flensburger Krankenhaus ein Schmerzmittel verabreicht, auf das sie allergisch reagiert. Die 77-Jährige stirbt. Das Amtsgericht Flensburg muss nun klären, wie es zu diesem Fehler kommen konnte, denn klar ist: Ihre Allergie war bei der Aufnahme bekannt und auch notiert worden.

 

Welche Vorwürfe die Verteidigung dem Krankenhaus macht, sehen Sie im Video.

 

Patientin hatte Schulter-OP

 

Das 77-jährige Opfer hatte im Jahr 2015 am Diakonissenkrankenhaus in Flensburg eine Operation an der Schulter. Nach der OP soll sie über Schmerzen geklagt haben. Die nun angeklagte damalige Pflegekraft soll laut Staatsanwaltschaft Rücksprache mit dem Stationsarzt gehalten habe, der dann die Gabe von dem Schmerzmittel Novalgin verordnet habe.

 

Tatvorwurf: Fahrlässige Tötung

 

Die Patientin soll daraufhin einen allergischen Schock erlitten haben, der zu Symptomen ähnlich wie innerlichen Verbrennungen führte. Sie wurde in eine Spezialklinik verlegt, starb dort jedoch. Der Stationsarzt und die Krankenschwester sind angeklagt, weil sie gegen ihre Sorgfaltspflicht verstoßen und nicht ausreichend geprüft haben sollen, ob eine Allergie vermerkt ist.

 

Malena Menezes/Mareike Baumert

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