Prozess gestartet: Bewusstlosen Mann in Hannover nach Prügelei auf Gleise gelegt

 

Vor dem Landgericht Hannover stehen nun zwei Männer aus Lettland, die im Oktober 2019 einen Arbeitskollegen unter Alkoholeinfluss verprügelt und anschließend auf die Gleise der Stadtbahnlinie 5 gelegt haben sollen. Laut Anklage wollten sie damit die Prügelei vertuschen.

 

Männer lebten in einem Haus

 

An einem Abend Mitte Oktober sollen die Bauarbeiter in ihrem Wohnhaus in Hannover-Kirchrode viel Alkohol getrunken haben. Möglicherweise haben sie den Geburtstag einer der Männer gefeiert. Es entbricht laut Anklage der Staatsanwaltschaft ein Streit, der Grund dafür ist unklar. Die Angeklagten Raivis P. und Mareks P. sollen auf einen anderen Mann einschlagen und eintreten, bis dieser bewusstlos wird. Raivis P. soll das Opfer dann auf die Gleise gelegt haben, um die Tat zu vertuschen.

 

Trümmerbruch der Nase und Schürfwunden am Rücken

 

Passanten sehen den Mann im Dunkeln auf den Gleisen liegen und rufen die Polizei. Die Beamten können das Opfer gerade noch von den Schienen holen und eine anrollende Straßenbahn stoppen. Der Mann hat Schwellungen im Gesicht und eine gebrochene Nase, ist aber nicht lebensbedrohlich verletzt. Wie es ihm heute geht und ob er in seine Heimat Lettland zurückgekehrt ist, ist nicht bekannt. Den beiden Angeklagten wird versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.  

 

Matthias Willhöft/Mareike Baumert

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