Probenstart für Lindenberg-Musical

 

Nach dem Phantom kommt jetzt Panik auf im Operettenhaus auf dem Kiez.

Von Berlin nach Hamburg ist sein Musical gezogen - dorthin, wo Udo Lindenberg (70) schon lange seine Wahlheimat hat. Auf der von ihm legendär besungenen Reeperbahn geht es bald „Hinterm Horizont“ weiter.

Tatsächlich haben kurz nach dem letzten Vorhang für die Phantom-Fortsetzung „Liebe stirbt nie“ in Hamburg bereits am Donnerstag die Proben für das Udo Lindenberg Musical „Hinterm Horizont“ begonnen. 

36 Darsteller bereiten sich im Operettenhaus auf die Premiere am 10. November vor. Bis Sommer 2017 soll das „Lindical“, das zuvor mehr als fünf Jahre in Berlin lief, hier zu sehen sein.

Das sei ein sehr bewegender Tag für ihn, sagte der Panikrocker und erinnerte an jene Zeit Ende der 1960er Jahre, als er - aufgewachsen in Gronau - in seiner neuen Wahlheimat Hamburg ankam. „Reeperbahn - ganz schön geile Meile“, habe er damals gedacht. „Hier werde ich es packen, entweder als Trommler oder als Popstar, als Berater im Underground oder als Erbschleicher im Café Keese. Man weiß ja nie.“ Dass später mal in so einem großen Theater eine bedeutende Episode seines Lebens auf die Bühne komme, hätte er nie gedacht, sagte der Rockstar. „Das ist eine sehr ehrenvolle Geschichte für mich.“ Auf St. Pauli habe alles für ihn begonnen. „Reeperbahn ist meine Herkunft, meine Zukunft“, sagte Lindenberg. Sein gleichnamiger Hit auf die „geile Meile“ gehört denn auch zu den drei Songs, die für die Hamburger Aufführungen neu in das Stück integriert werden. Ebenso die Titel „Einer muss den Job ja machen“ und „Durch die schweren Zeiten“ von seinem vor wenigen Monaten erschienenem Album „Stärker als die Zeit“.

Laut Veranstalter soll es in Hamburg ein paar neue Specials geben - bis hin zu einem fliegenden Cello. „Dass Udo der wilde Rocker ist, der aus Hamburg kommt, wird in der Inszenierung mehr in den Vordergrund gestellt“, sagte St.-Pauli-Theater-Intendant Ulrich Waller, der wie schon in Berlin auch in der Hansestadt die Regie übernommen hat. „Deswegen geht es am Ende des Stücks auch raus auf die Meile und wird der neue Schlusssong nach ‚Hinterm Horizont‘ dann ‚Reeperbahn‘ sein.“  

Unsere Reporterin Lotta Polter hat den Kult-Sänger getroffen und berichtet.

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