Polarforscher Arved Fuchs bringt erschreckende Erkenntnisse aus der Arktis mit


Seit Jahren setzt sich Polarforscher Arved Fuchs für den Erhalt der Weltmeere ein und wurde jetzt für diese wichtige Arbeit ausgezeichnet: Am Freitag erhielt der Bad Bramstedter im Rahmen der Hamburger Klimawoche den "Seadevcon Maritime Award". Mit dem neu geschaffenen Preis soll jährlich eine Persönlichkeit geehrt werden, deren Lebenswerk beispielhaft für den Kampf um eine nachhaltige und respektvolle Nutzung der Weltmeere ist.

Welche erschreckenden Erkenntnisse Arved Fuchs von seiner jüngsten Expedition mitbringt, sehen Sie im Video.

Überall Müll - auch in entlegenen Regionen



Tatsächlich erwärmt sich die Arktis fast doppelt so schnell wie der Rest der Welt, gibt Arved Fuchs zurück in Hamburg zu Bedenken. 16 Monate lang haben er und seine Mannschaft Grönlands Küsten erkundet. „Ocean Change“ zu deutsch: Meereswandel heißt die Expedition. Mit an Bord auch mehrere Wissenschaftler, die sich neben der Eisschmelze auch mit der Vermüllung des Ozeans beschäftigt haben. Dabei war es fast egal, wo sie den Anker warfen, so Wissenschaftlerin Lauren Grüterich, die Fuchs begleitet hat: "Man sieht überall Müll. Und das in wirklich entlegenen Regionen. Das ist einfach erschreckend."


Fuchs und seine Crew unterstützen "Fridays for Future"

 

Neben dem Müll fischen die Forscher mit feinen Netzen auch jede Menge Mikroplastik aus dem Wasser. Arved Fuchs zieht eine bittere Bilanz: „Wir gehen nicht sorgfältig mit unserem Planeten um.“ Doch er schöpft Hoffnung. Denn während er weg war, ist hier etwas groß geworden, was ihm Mut macht: Fridays for Future. Eine Massenbewegung, auf die er insgeheim immer gehofft habe. Noch an Bord der Dagmar Aaen haben der Forscher aus Bad Bramstedt und seine Mannschaft ein Unterstützer-Plakat für die Bewegung gestaltet. Es ist kein Spiel, ist da zu lesen. Es geht um unsere Zukunft.

Eva Harms / Kathrin Bensemann

Polarforscher Arved Fuchs mit Seadevcon Maritime Award ausgezeichnet
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