Plakate auf Platt: Mundart macht Bremer Schülern Spaß

Platt snacken: Typisch Norddeutsch! Doch immer weniger Menschen können es. Die Grundschule Bremen-Schönebeck arbeitet beharrlich gegen diesen Trend. Ihre Schüler bekommen eigens Sprachunterricht. Dazu gehört es auch, bunte Plakate auf Platt zu gestalten.

 

Wie das aussieht, zeigen wir Ihnen im Video.

  

Platt nach Plan

 

Die Grundschule in Schönebeck ist eine von vier Bremer Schulen mit dem sogenannten „Profil Niederdeutsch“. Das bedeutet, dass alle Schüler einmal pro Woche Plattunterricht bekommen. Sie üben, sich in der Mundart zu unterhalten und sie zu lesen. Auch „platte“ Zahlen gehören zum Schulalltag. Das Meiste aber läuft spielerisch oder musikalisch. So werden gemeinsam Lieder gesungen und in der Schulbibliothek gibt es viele passende Kinderbücher.

  

Regionale Sprache fördern

 

Seit 2014 ist die Schönebecker Schule im Platt-Programm, seit 2016 gibt es den wöchentlichen Unterricht. Die Förderung der regionalen Sprache ist von oberster Stelle gewünscht; die Bremer Bildungssenatorin Claudia Bogedan unterstützt das Projekt. Durch besseres Sprachverständnis ließen sich Missverständnisse vermeiden. Und wer eine Sprache lerne, sei in der Lage, eine weitere schneller zu verinnerlichen. Die Grundschule arbeitet bei ihren Projekten auch eng mit dem Institut für niederdeutsche Sprache (INS) in Bremen zusammen. So etwa im Winter 2018/2019: Damals brachten Schüler und Lehrer das Theaterstück „De 12 Maanden“ auf die Bühne. Experten des Instituts überprüften vorher, ob die Übersetzungen auch passten. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Und HIER können auch Sie noch einmal einen Blick darauf werfen.


Carmen Gocht / Patrick Testa-Kreitz

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