Patienten unter Schock

Unbekannte schlachten nachts ein Therapie-Rind

 

Eine grausige Tat ist am Wochenende im Landkreis Diepholz passiert. Nachts schleichen sich Unbekannte auf eine Weide der Therapie-Einrichtung Westflügel und schlachten dort mitten auf der Weide ein Galloway-Rind. Alles Verwertbare haben die Täter mitgenommen - die übrigen Körperteile haben Sie  zurückgelassen.

 

Dieses Rind war besonders zutraulich und liebevoll zu Menschen

 

Das besonders tragische an der Tat ist, dass dieses Galloway-Rind sehr zutraulich war und als Therapie-Rind für psychisch kranken Menschen diente.

"Die Rinder sind sehr zutraulich, weil die Bewohner hier auch täglich sind und eine Beziehung aufbauen und sie versorgen. Wir gehen davon aus, dass die Täter das Rind mit Äpfeln angefüttert haben und hier die Gitter genutzt haben um das Rind einzugrenzen und zu bedrängen, um es dann schließlich zu schlachten", vermutet Alina van Faassen von der Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Westflügel.

 

Für die Polizei ist klar, der Täter hatte Fachkenntnisse

 

"Die Art und Weise, wie die Gliedmaßen abgetrennt worden sind und wie das Tier ausgenommen wurde, beziehungsweise das Fell abgezogen wurde, ließen darauf schließen, dass der Täter sich tatsächlich mit der Schlachtung auskennt", vermutet Sandra Franke von der Polizei Diepholz.

Neben dem sachlichen Schaden von etwa 2000.- Euro, wiegt der emotionale Schaden für die Eigentümer des Tieres viel schwerer. Ein Strafverfahren gegen Unbekannt wurde eingeleitet und die Polizei Syke sucht weiter nach Hinweisen aus der Bevölkerung.

 

Jetzt stellen sich die Anwohner die Frage: Wer tut so etwas?

 

Wie die schreckliche Schlachtung für die betreuten Menschen der Therapie-Einrichtung bedeutet, berichtet Reporterin Catharina Tomm.

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