Beim Paddeln Frauen für Krebsvorsorge sensibilisieren


Sie trotzten dem Hamburger Schietwetter Mitte August: Mehr als 300 Stand-Up-Paddler aus ganz Deutschland brachten am Sonntag die Alster zum Leuchten – in Pink. Ihr Anliegen: Die Krankheit Brustkrebs mehr ins Bewusstsein zu bringen. Das Corso-Event "HAMBURG WIRD PINK meets PADDLE FOR HOPE“ fand zum vierten Mal in der Hansestadt statt und ist das zweitgrößte dieser Art in Europa. Die Signalfarbe Pink steht nicht nur in Deutschland, sondern auch international für die Hoffnung im Kampf gegen Brustkrebs.

>> Wie man sich vor Krebs schützen kann, erfahren Sie im Video

In Deutschland erkranken rund 70.000 Frauen jährlich neu an Brustkrebs, etwa 18.000 sterben daran. In Hamburg sind es rund 2.500 neue Patientinnen, die sich jährlich mit der Krankheit konfrontiert sehen. Dagegen helfen kann eine Früherkennung, die bisher allerdings noch zu wenige Frauen in Anspruch nehmen, weiß Professor Dr. Christian Schem aus dem Brustkrebszentrum Hamburg.

Brustkrebs ist heilbar, wenn er früh erkannt wird

Schem versichert: "Wenn man weiß, dass man durch ganz einfache diagnostische Untersuchungen den Grundstein legen kann dafür, dass man vielleicht eine bösartige oder unglückliche Tumorerkrankung frühzeitig erkennen kann und sie dadurch auch komplett heilen kann, dann ist das besonders wichtig und diese Aktion hilft dabei."

Auch Profi-Paddler steigen mit aufs Board

Ein Grund, weshalb auch die dreifache Weltmeisterin im Stand-Up-Paddeln, Sonni Hönscheid, ihr Board auf die Alster gelassen hat – und war begeistert: "Obwohl es regnet, sind unheimlich viele Leute gekommen.“ Sie lobte die Veranstalter um Anna Hesse, den tollen Zusammenhalt und die große Motivation, aufs Wasser zu gehen.  „Ich kriege schon Gänsehaut, wenn ich darüber rede."

Und geredet - das wurde viel - damit eben möglichst vielen Frauen geholfen werden kann - durch Vorsorge und durch Begleitung. Und obendrein stand für einige auch noch planschen auf dem Plan. Nass von oben waren sie ja eh schon.

Julia Freistedt / Kathrin Bensemann

Paddeln gegen Brustkrebs
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