Neues Wahrzeichen für Hamburg: Erste Etage im grünen Bunker fast fertig

 

Wie ein gewaltiges Mahnmal ragt das Betonmonstrum in den Himmel. Grau und trist, so steht er da - der Feldstraßenbunker in Hamburg. Grün und belebt soll er bald sein. Dafür werden fünf neue Stockwerke pyramidenförmig auf das alte Bunkerdach gesetzt und mit einem öffentlichen Park ausgestattet. Das Gesamtprojekt "Grüner Bunker" wird privatfinanziert und soll rund 30 Millionen Euro kosten.

 

Noch sind die Bauarbeiter mit der ersten Etage beschäftigt. Wie der Bunker am Ende aussehen soll, zeigen wir im Video.

 

Bis zu 25.000 Menschen suchten Schutz in dem Bunker

 

Der Feldstraßenbunker wurde 1942 in nur 300 Tagen von Zwangsarbeitern errichtet, bis zu 25.000 Menschen suchten während des Zweiten Weltkrieges Schutz in dem Betonkoloss. Heute beherbergt der Bunker unter anderem einen Musikinstrumentenhandel, Tanzclubs und einen klassischen Konzertsaal.

 

Hamburger Baumschule begrünt den Bunker

 

Verantwortlich für die üppige Bunker-Vegetation ist eine Hamburger Baumschule im Südwesten der Stadt. Der Betrieb züchtet insgesamt 4.700 Pflanzen und Bäume für den Feldstraßenbunker. „Wir haben einen Teil Schlingpflanzen, die die Fassade begrünen sollen. Dann haben wir Kiefern. Wir haben sehr viele Ilex Stechpalmen, die wir liefern. Aber auch unter anderem 15 große Apfelbäume. Sodass man dann im Herbst eben auch seinen Apfel oben auf dem Bunker pflücken kann“, sagt Hartwin Röhrig von der Baumschule Lorenz von Ehren. Im kommenden Jahr soll die Umwandlung vom einst bedrohlichen Kriegsbau zu einem friedlichen Wahrzeichen von Hamburg beendet sein.

 

Karsten Krönke / Roland Rickelmann

Mag ich